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ZF und Arbeitnehmer schließen Bündnis: Restrukturierung der Division E stärkt Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung

ZF strebt in Schweinfurt eine sozialverträgliche Anpassung der Personalkapazitäten an. Foto: ZF Fotograf: Laurenz Weipert

Umfassendes Maßnahmenpaket ermöglicht Restrukturierung aus eigener Kraft – Fokus auf innovative Produkte, Kostensenkungen und Beschäftigungssicherung.

(red)Der Technologiekonzern ZF Friedrichshafen hat gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat und der IG Metall ein wegweisendes Bündnis zur Restrukturierung der Division Elektrifizierte Antriebstechnologien (Division E) geschlossen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern, Arbeitsplätze weitgehend zu erhalten und gleichzeitig Innovationen im Bereich elektrifizierter Antriebstechnologien voranzutreiben.

Maßnahmen im Überblick

  • Restrukturierung der Division E aus eigener Kraft

  • Keine Ausgliederung – Pkw-Antriebstechnik bleibt Teil von ZF

  • Sofort wirksame Kostensenkungen von über 500 Mio. Euro bis 2027

  • Arbeitszeitabsenkung um ca. 7 % in ausgewählten Bereichen

  • Erwarteter Stellenabbau von 7.600 Arbeitsplätzen bis 2030 – ohne betriebsbedingte Kündigungen

  • Fokussierung des Produktprogramms auf Zukunftstechnologien wie ZF TherMaS und 8HP evo Plug-in-Hybridgetriebe

  • Aufbau von Ökosystem-Partnerschaften zur Stärkung von Innovation und Wachstum

Stimmen der Verantwortlichen

Mathias Miedreich, Vorstandsvorsitzender von ZF:
„Mit diesem Bündnis haben wir einen Meilenstein erreicht. Wir sichern langfristig unsere Position als technologischer Spitzenreiter und gehen die Transformation entschlossen an.“

Barbara Resch, IG Metall Baden-Württemberg:
„Wir haben Zugeständnisse gemacht, aber auch eine klare Perspektive geschaffen. ZF muss als Beschäftigungsmotor zukunftsfest bleiben.“

Achim Dietrich, Gesamtbetriebsratsvorsitzender:
„Die Pkw-Antriebstechnik bleibt Herzstück von ZF. Dieses Bündnis zeigt, dass Produkte ‚Made in Germany‘ weiterhin eine starke Zukunft haben.“

Sozialverträgliche Lösungen im Fokus

Der Stellenabbau soll über Freiwilligenprogramme, Abfindungen, Altersteilzeit sowie Qualifizierungs- und Transfermaßnahmen abgefedert werden. Damit will ZF den Übergang für betroffene Beschäftigte sozialverträglich gestalten.

Konsequente Produktstrategie

Im Rahmen der Neuaufstellung werden weniger profitable Produktbereiche eingestellt, während innovative Lösungen im Fokus stehen. So endet die Entwicklung von On-Board Chargern, Gleichspannungsrichtern und elektrischen Starrachsen (eBeam). Im Gegenzug investiert ZF gezielt in Zukunftstechnologien.


Fazit

Das Bündnis zwischen ZF, Betriebsrat und IG Metall ist ein Signal für die gesamte Automobilbranche: Transformation gelingt nur durch Zusammenarbeit. Die Maßnahmen sichern die Wettbewerbsfähigkeit, stärken den Innovationsstandort Deutschland und bieten den Beschäftigten eine klare Perspektive.

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