Winterdienst im Landkreis Schweinfurt – Das Kreisbauhof-Team sorgt für eis- und schneefreie Straßen im Landkreis Schweinfurt. Ein neues Gerät kommt dabei zum Einsatz

Bei einem der jüngsten Winterdienst-Einsätze Anfang Dezember durfte auch Lucas Hemmerich aus Dürrfeld mitfahren. Der 16-Jährige absolviert derzeit ein Schülerpraktikum am Kreisbauhofstützpunkt Gerolzhofen und wird im kommenden Jahr eine Ausbildung zum Straßenwärter beim Landkreis Schweinfurt beginnen. Foto: Bernd Seufert

Schweinfurt (red). Die zurückliegenden Tage hatten es in sich: Schnee und Eis sorgten für schwierige Straßenverhältnisse im Landkreis Schweinfurt. Aber die Teams am Kreisbauhof des Landkreises in Niederwerrn und am Stützpunkt Gerolzhofen waren vorbereitet. Im Rund-um-die-Uhr-Schichtbetrieb sorgen die Mitarbeiter des Winterdienstes dafür, dass die Straßen im Landkreis Schweinfurt möglichst schnell und zuverlässig von Schnee und Eis befreit werden.

„Die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen zu gewährleisten ist unser höchstes Anliegen, dafür arbeiten wir jeden Tag hart“, sagt Kreisbauhofleiter Maurice-Riccardo Schmitt. Der 31-Jährige ist der Nachfolger des langjährigen Kreisbauhofchefs Norbert Müller, der dieses Jahr in den Ruhestand gewechselt ist. Nicht aber, ohne noch eine letzte Neuerung einzuführen: Quasi „zum Abschied“ hat Müller einen vollelektrischen Streuautomaten für den Winterdienst angeschafft und seinen Kollegen am Kreisbauhof übergeben. Als das Gerät im Herbst geliefert wurde, hatte Norbert Müller den Automaten noch vor den Augen von Landrat Florian Töpper, Joachim Bördlein (Leiter Kreisbauhofstützpunkt Gerolzhofen) und Maurice-Riccardo Schmitt testweise in Betrieb genommen. Auch der Straßenbauausschuss des Landkreises Schweinfurt verschaffte sich bei seinem Besuch des Kreisbauhofs Ende Oktober einen Eindruck von der Neuanschaffung.

Seit diesem Winter kommt der neue Apparat mit seinem fünf Kubikmeter Fassungsvolumen für Streusalz und 2460 Liter Sole-Tank nun zum Einsatz. Der batteriebetriebene Sole-Streuautomat (35 KW) kann bis zu 10 Stunden am Stück ohne Ladevorgang seinen Dienst verrichten. „Weil er keine Hydraulikkomponenten verbaut hat, können Wartungskosten sowie Wartungsaufwand um 50 Prozent verringert werden“, erläutert Schmitt. Und natürlich verbrauche er im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten Aufbaumotoren keinen Kraftstoff und ist wesentlich geräuschärmer.

„Wo es geht, rüsten wir um auf klimafreundlichere Antriebe“, sagt Landrat Florian Töpper. „Natürlich brauchen wir gerade für unseren Bauhof und in der Abfallwirtschaft weiterhin Verbrenner-Fahrzeuge, aber auch einzelne Komponenten wie das E-Streugerät tragen dazu bei, die Klimabilanz des Landkreises zu verbessern“, so Töpper weiter. Dass es mitunter sogar gelinge, größere Fahrzeuge auf Strom umzustellen, zeigt der Kauf des E-Baggers für das Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle im vergangenen Jahr: Da der Bagger stationär für das Umschichten und Sortieren von Sperrmüll genutzt wird, ist ein Betrieb via Stromkabel möglich. „Wir gehen diesen Weg hin zur Klimaneutralität Schritt für Schritt und konsequent weiter“, kündigt Landrat Töpper an.

Der Landrat bedankte sich in diesem Zusammenhang nochmals herzlich bei seinem ehemaligen Kreisbauhofleiter Müller, den er Ende November im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit weiteren langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geehrt und in den Ruhestand verabschiedet hat. „Norbert Müller hat den Kreisbauhof als Leiter rund 20 Jahre geprägt und vorangebracht. Es ist sein Verdienst, dass unsere Teams in Niederwerrn und Gerolzhofen einen so außergewöhnlichen Zusammenhalt pflegen und dazu imstande sind, Überdurchschnittliches zu leisten, um den täglichen Anforderungen in unserem rund 300 Kilometer umfassenden Kreisstraßennetz gerecht zu werden.“

Töpper dankte hierbei auch ausdrücklich dem Tiefbauamt, zu dem der Kreisbauhof gehört. Müller habe sein Handeln stets vorausschauend geplant und an aktuelle sowie künftige Anforderungen, zum Beispiel im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes, ausgerichtet. Müllers Nachfolger Schmitt will diesen erfolgreichen Weg fortsetzen und bedankt sich für die „hervorragende Einarbeitung und einen sehr gut organisierten Kreisbauhof mit eingespieltem Team. Ich freue mich sehr, diese Aufgabe weiterführen zu dürfen.“

Immer, wenn winterliches Wetter einsetzt, liegt das Hauptaugenmerk des 31-jährigen Straßenmeisters auf dem Winterdienst, die Schneefälle der vergangenen Tage forderten die Mitarbeitenden enorm. Einen Appell richtet Schmitt hierbei noch an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer: „Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Staatlichen Bauamt mit Straßenmeisterei und Stützpunkt, tun wir alles dafür, unsere Straßen von Schnee und Eis zu befreien und sicher befahrbar zu machen. Dennoch bitte ich unsere Bürgerinnen und Bürger, stets umsichtig und vorausschauend zu fahren. Nehmen Sie Rücksicht auf andere und passen Sie Ihre Geschwindigkeit sowie Ihren Fahrstil unbedingt den gegebenen Straßenverhältnissen an. Dadurch mindert sich das Unfallrisiko enorm und wir können alle sicher ans Ziel kommen.“

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