Welttag der sauberen Energien

Foto: Jan Kiver Rhein-Main-Donau Ag

Anlässlich des „Welttags der sauberen Energien“ am 26. Januar weist die Stadt Schweinfurt auf die großen Chancen erneuerbarer Energien hin.

Schon seit 1905 erzeugen Wasserkraftwerke in Schweinfurt sauberen Strom. Diese Energie prägte die Entwicklung der Stadt maßgeblich. Unternehmen wie Kugelfischer und Fichtel & Sachs nutzten die günstige Wasserkraft. Mit dem Wachstum der Industrie reichte sie jedoch nicht mehr aus. Die Stadt setzte zeitweise auf Kohle. Die Luftverschmutzung führte schließlich zu einem Umdenken.

1990 leitete Schweinfurt die Rückkehr zu erneuerbaren Energien ein. Mit dem Bau des Gemeinschaftskraftwerks (GKS) ersetzte die Stadt große Mengen Kohle durch Abfälle. Diese fallen ohnehin an. Moderne Filter sorgen für saubere Luft.

Auch im privaten Bereich treibt Schweinfurt die Energiewende voran. 1997 ging die erste Photovoltaik-Anlage ans Netz. Damals waren die Kosten noch hoch. Heute gibt es rund 3.000 PV-Anlagen im Stadtgebiet. Sie leisten zusammen über 40.000 Kilowatt. Jährlich erzeugen sie mehr als 27 Gigawattstunden Strom. Das reicht für rund 2.300 Erdumrundungen mit einem E-Auto. Gleichzeitig sparen sie jedes Jahr etwa 17.000 Tonnen Braunkohle ein. Die Stadt bedankt sich bei allen Engagierten.

Besonders einfach ist der Einstieg mit Balkonkraftwerken. In Schweinfurt sind bereits über 600 Anlagen installiert. Sie leisten zusammen rund 500 Kilowatt. Die Anlagen lassen sich leicht montieren. Ein sonniger Balkon genügt. So können auch Mieter Strom erzeugen und Kosten senken. Die Anlage muss bei den Stadtwerken gemeldet werden. Zusätzlich ist eine Anmeldung im Marktstammdatenregister nötig. Kosten entstehen dabei in der Regel nicht.

Zusätzlich informiert die Stadt über das Solar- und Gründachpotenzialkataster. Es ist seit 2017 online verfügbar unter
https://www.solare-stadt.de/schweinfurt. Das Tool zeigt, ob sich ein Dach für Photovoltaik, Solarthermie oder Begrünung eignet. Nutzer simulieren dort auch eine PV-Anlage. Auf Wunsch lässt sich ein Batteriespeicher einbeziehen. Eine Fachberatung ersetzt das Kataster jedoch nicht.

Bei Fragen unterstützt das Klimaschutzmanagement der Stadt Schweinfurt.
Kontakt per E-Mail: klimaschutz@schweinfurt.de
Telefon: 09721 51-3457 oder 09721 51-3453

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert