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Vor zehn Jahren: Der TSV Bergrheinfeld wird deutscher Fußball-Meister bei den Ü-40-Senioren

Mannschaft des TSV Bergrheinfeld beim Siegerfoto

Mannschaft des TSV Bergrheinfeld beim Siegerfoto

Es war der größte Moment in der Vereinsgeschichte des TSV Bergrheinfeld, als Kapitän Rüdiger Erhard die Deutsche Meisterschale in den Berliner Abendhimmel reckte. Sein Team hatte an jenem denkwürdigen Tag im September 2009 die deutsche Fußballmeisterschaft der Ü-40-Senioren errungen.

Der damalige DFB-Präsident Gerhard Meyer-Vorfelder hatte höchstpersönlich die Schale überreicht und zehn Jahr später soll nun mit einem Spielertreffen an dieses sensationelle Ereignis erinnert werden. Es war schließlich kein Gaudi-Turnier, welches seinerzeit im Berliner Sportpark abgehalten wurde, sondern ein Aufeinandertreffen mit vielen Ex-Profis und namhaften Vereinen, die sich alle am Ende mit dem Titel des deutschen Seniorenmeisters Ü-40 schmücken wollten. Noch heute ist es ein unvergessliches Erlebnis für Spieler, Betreuer, Fans und Verantwortliche, das sich unauslöschlich im Gedächtnis verhaftet hat, als wäre es gestern gewesen.

Seniorenfußball hat beim TSV Bergrheinfeld eine lange Tradition. Wirft man einen Blick in deren Annalen, so konnten sie im Lauf der vergangenen Jahre zahlreiche Erfolge bei den bayerischen Meisterschaften in den einzelnen Ü-Abteilungen vorweisen. Unübertroffen jedoch ist die deutsche Meisterschaft der Ü-40-Fußballer.

Rüdiger Erhard, seinerzeit auch Torwart dieser überragenden Truppe, erinnert sich immer noch voller Stolz an die sagenhafte Saison. Nach dem Erringen der Süddeutschen Meisterschaft auf eigenem Gelände, durfte die Ü-40 Mannschaft an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen. Bei einer Pressekonferenz mit allen beteiligten Teams wurden die beiden Gruppen ausgelost und jede Mannschaft bekam sogar einen eigenen Bus und Physiotherapeuten. Fantastisch, es war wie bei den Profis. Im ersten Match gegen  Hertha BSC Berlin, den Top-Favoriten des Turniers, gab es gleich eine 2:0-Niederlage und somit stand man im zweiten Spiel gegen Oberhausen schon unter Zugzwang. Doch ein Freistoßtor von Manfred Günther reichte zum entscheidenden 1:0 Sieg. Als enorme Verstärkung erwies sich dann das Mitwirkung des ehemaligen Bundesliga-Profis Reiner Wirsching in den nächsten Spielen. Mit Siegen gegen Hoppstädten-Weiersbach (5:0) und Rot-Weiß Damme (2:0) qualifizierte sich das Team um Spielertrainer Klaus Pfeuffer und dem Betreuerteam, für das Halbfinale. Gegner dieser Partie war der letztjährige Deutsche Ü-40-Meister TSV Lesum-Burgdamm aus Bremen. Wieder gelang, dank der Torschützen Scherpf und Prowald, ein 2:0 Erfolg und das  Finale war erreicht. Endspielgegner war der Südwestdeutsche Meister, die Sportfreunde Köllerbach aus dem Saarland, die den Top-Favoriten Hertha BSC ausgeschaltet hatten. Nach aufregenden 90 Minuten stand es unentschieden 1:1 und das Elfmeterschießen sollte die Entscheidung bringen. Glücklicher Sieger dieses Dramas war der TSV, weil die Köllerbacher einmal an die Latte schossen und zum anderen Torwart Erhard den Ball an den Pfosten lenkte.

Nach der Übergabe der Meisterschale und des Meisterwimpels durch den DFB-Ehrenpräsidenten Gerhard Meyer-Vorfelder an Kapitän Rüdiger Erhard brachen alle Dämme beim TSV. Unbeschreiblicher Freudentaumel bei den Spielern und grenzenlose Freude  bei den vielen mitgereisten Fans über diese unglaubliche Leistung eines Dorfvereins aus Unterfranken. Der TSV Bergrheinfeld ist damit nach wie vor das einzige Bayerische Team, das die deutsche Meisterschaft in dieser Klasse erringen konnte. Ein Erfolg, auf den selbst der große FC Bayern München immer noch wartet.

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