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Tourismus im Nahen Osten: Touristen sitzen fest

Startender Flieger in Frankfurt. (Symbolfoto: Christian Klippel)

Rückholaktion für Urlauber startet: Erstes Emirates-Flugzeug auf dem Weg nach Frankfurt.

Zehntausende Urlauber sitzen aktuell in der Nahost-Region fest. Nun kommt Bewegung in die Lage: Ein erstes Flugzeug der Airline Emirates ist von Dubai nach Frankfurt am Main gestartet. Laut Flughafenbetreiber Fraport wird die Maschine am frühen Nachmittag erwartet. Der Flugverkehr zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Deutschland nimmt damit schrittweise wieder Fahrt auf.

Sonderflüge aus Dubai – bestehende Buchungen haben Vorrang

Nach zahlreichen Flugstreichungen bieten die Vereinigten Arabischen Emirate nun Sonderflüge für gestrandete Passagiere an. Emirates erklärte, dass zunächst Reisende mit bestehenden Tickets berücksichtigt werden. Umbuchungen sollen direkt an die betroffenen Kundinnen und Kunden kommuniziert werden.

Hintergrund der Einschränkungen sind gesperrte Lufträume und ausgefallene internationale Drehkreuze wie Dubai und Doha. Die Lage sorgt weiterhin für große Unsicherheit bei Reisenden und Veranstaltern.

Reiseveranstalter planen Rückholflüge

Deutsche Reiseanbieter und die Bundesregierung arbeiten parallel an der Rückführung festsitzender Urlauber. Der Reisekonzern Tui geht davon aus, seine Kunden innerhalb weniger Tage zurück nach Deutschland zu bringen. Geplant sind Rückflüge mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways. Erste Maschinen sollen unter anderem in München landen. Zusätzlich stehen eigene Tui-Fly-Flugzeuge bereit – sobald entsprechende Genehmigungen vorliegen.

Tui-Vorstandschef Sebastian Ebel betonte, dass nahezu alle Betroffenen über die App des Unternehmens erreichbar seien. Die Dauer der Rückholaktion hänge jedoch maßgeblich von der Sicherheitslage ab und lasse sich aktuell nicht seriös prognostizieren.

Reiseverband: Ruhe bewahren und im Hotel bleiben

Auch der Deutscher Reiseverband (DRV) steht in enger Abstimmung mit Behörden und Partnern vor Ort. Sprecher Thorsten Schäfer unterstrich, dass die Sicherheit der Reisenden oberste Priorität habe. Solange Lufträume gesperrt seien, könnten keine regulären Flüge stattfinden.

Pauschalreisende seien in ihren Hotels gut untergebracht – ein klarer Vorteil dieser Reiseform. Der DRV empfiehlt dringend, im Hotel zu bleiben und nicht eigenständig zu Flughäfen oder in andere Länder zu reisen.

Auswärtiges Amt prüft Charterflüge

Das Auswärtiges Amt bereitet laut Außenminister Johann Wadephul Charterflüge für besonders schutzbedürftige Personen vor. Geplant sind Maschinen in die Hauptstädte Riad (Saudi-Arabien) und Maskat (Oman).

Grundsätzlich sieht die Bundesregierung jedoch zunächst Reiseveranstalter und Airlines in der Verantwortung, ihre Kunden zurückzubringen. Der Einsatz der Bundeswehr gilt als letztes Mittel.

Rund 30.000 deutsche Pauschalreisende betroffen

Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands sind aktuell etwa 30.000 Kundinnen und Kunden deutscher Reiseveranstalter betroffen. Insgesamt sitzen seit der jüngsten Eskalation Zehntausende Reisende in der Region fest – vor allem aufgrund gesperrter Lufträume und ausgefallener Umsteigeverbindungen.

Die Situation bleibt dynamisch. Reisende sollten regelmäßig Informationen ihrer Airline oder ihres Reiseveranstalters prüfen und den offiziellen Empfehlungen folgen.

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