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Thomas Hemmerich ist neuer Bürgermeister in Geldersheim

n Geldersheim trat Thomas Hemmerich als Bürgermeister die Nachfolge von Oliver Brust an Foto: privat

Eigene Wünsche hinten anstellen

M Geldersheim (red). In Geldersheim setzte sich Thomas Hemmerich als Kandidat der CSU/Freien Bürgerliste und Jungen Liste bei der Bürgermeisterwahl gegen Amtsinhaber Oliver Brust (Freie Wähler) durch.

Hemmerich kam auf 827 Stimmen, der bisherige Amtsinhaber Oliver Brust nur auf 627 Stimmen. Seit dem 1. Mai ist der neue Bürgermeister nun offiziell in Amt und Würden.

Aufgrund der Corona-Entwicklung konnte Thomas Hemmerich seinen Überraschungssieg nur bedingt genießen. Vor allem seine Frau Martina hat er am Wahlabend im Rathaus vermisst, denn sie hat ihn in seiner bisherigen politischen Laufbahn immer durch alle Höhen und Tiefen begleitet. Erst zuhause konnte er sie und die beiden fünf- und achtjährigen Kinder in die Arme schließen.

Inzwischen hat Corona das gesamte politische Leben verändert und auch die ersten Tage im Chefsessel des Rathauses waren davon geprägt. Die Zwischenzeit wurde genutzt, um betriebliche Belange in der Metzgerei zu regeln, aber Inhaber Thomas Hemmerich weiß mit seinem Bruder und seinem Cousin wertvolle Stützen, die ihn bisher schon immer den Rücken für die Kreistags- und Gemeinderatsarbeit frei gehalten haben. „Soviel wird sich dadurch nicht ändern, denn der Bürgermeister in Geldersheim arbeitet traditionell ehrenamtlich“, sagt der neue Bürgermeister, der seiner Firma deshalb auch weiterhin vorstehen wird. Die Verwaltung sei gut eingespielt und der Ort mit seinen knapp 3.000 Einwohnern auch von seinen Vorgängern auf die gleiche Weise immer gut gemanagt worden.

Die Vorgänge im Ort kennt der neue Bürgermeister gut.

Seine Firma ist ein alt-eingesessener Familienbetrieb und selber sitzt Thomas Hemmerich schon 12 Jahre im Gemeinderat, zuletzt für die Junge Liste, die er einst selbst mitbegründet hatte. Inzwischen ist er

44 Jahre alt und übt das Amt des Bürgermeisters aus. Gleichwohl gilt in Geldersheim, wie auch in anderen ländlichen Gemeinden oft üblich, dass die Parteipolitik hinter der persönlichen Meinungsfindung zurück steht. Eine gute Mischung sei auch diesesmal gefunden worden, befindet der neue Bürgermeister, der sich zuversichtlich zeigt, die anstehenden Projekte zum Wohle der Gemeinde zu bewältigen.

In der näheren Zukunft möchte Thomas Hemmerich zunächst einmal die begonnenen Maßnahmen beenden. In Bezug auf Corona müssen beispielsweise Lösungen gefunden werden, unter Einhaltung von Abstandsregeln genügend Plätze für Kindergartenkinder und Schulkinder zu schaffen. Es könne schließlich gut sein, dass für das kommende Schuljahr neue Vorgaben umzusetzen seien. Hinzu kommen laufende Maßnahmen, wie der Straßenunterhalt oder die Vollendung der Aussegnungshalle. Und da sei schließlich auch noch die Konversion, die weiter entwickelt werden müsse.

Auf den neuen Bürgermeister wartet also genug Arbeit, die tatkräftig angepackt werden muss.

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