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Theilheim: Ehemalige Schule wurde zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut

Im Vordergrund von links: Architekt Benedikt Gerber, Ernst Ums, Emilie Brehm, Baudirektor Jürgen Eisentraut vom Amt für Ländliche Entwicklung, Bürgermeister Peter Pfister und Pfarrer Volker Benkert. Foto: Otto Friedrich

Im Vordergrund von links: Architekt Benedikt Gerber, Ernst Ums, Emilie Brehm, Baudirektor Jürgen Eisentraut vom Amt für Ländliche Entwicklung, Bürgermeister Peter Pfister und Pfarrer Volker Benkert. Foto: Otto Friedrich

Bei der Einweihungsfeier sagte Bürgermeister Peter Pfister, die neu renovierte Schule sei eine Bereicherung des Ortsbildes von Theilheim. Bis zur Gründung der Verbands-schule Schwanfeld 1972 gingen Theilheimer Kinder in die 1907 erbaute Schule. Später wurde sie vom Musikverein und vom Gesangverein als Übungsraum genutzt.

Die Baukosten der Schule beliefen sich damals auf 14.000 Reichsmark. Vom Landkreis gab es 2.000 Reichsmark Zuschuss. 12.000 Reichsmark hat sich laut Ortschronik die Gemeinde von einem Theilheimer Ortsbürger geliehen.

Es vergingen über 100 Jahre, so der Bürgermeister, bis sich die Vereine und die Gemeinde zur Renovierung der Schule entschlossen haben.

Bürgermeister Peter Pfister bedankte sich mit herzlichen Worten bei den vielen freiwilligen Helfern, die zum Gelingen der Renovierung beigetragen haben, insbesondere bedankte er sich bei der 2. Bürgermeisterin Emilie Brehm und Ernst Ums. Sein Dank galt auch den Theilheimer Fliesenlegerfirmen Peter Franz, Thomas Neder und Reinhold Keller, welche die Fliesen gesponsert und kostenlos verlegt haben.

Auch Jürgen Weißenberger und Klaus Schäflein seien ständige Helfer auf der Baustelle gewesen. Abschließend bedankte sich Bürgermeister Pfister beim Amt für Ländliche Entwicklung für den Zuschuss in Höhe von 250.000 €, bei Architekt Benedikt Gerber und den 12 Firmen für ihre gute fachliche Arbeit.

Architekt Benedikt Gerber erinnerte daran, dass sich beim ersten Ortstermin das ehemalige Schulhaus nicht einladend und nicht barrierefrei gezeigt habe. Das Umfeld wurde deshalb neu geordnet und das Gebäude freier gestellt. Die alte Garage wurde abgerissen und durch ein leichtes Buswartehäuschen ersetzt. Durch die Stufenanlage und dem Hausbaum wurde ein erhöhter geschützter Bereich geschaffen. Gleichzeitig führt jetzt das Pflaster bis zur Straßen-kante und lädt dadurch die Bürger zum Verweilen ein. Insgesamt wurden rund 250 m2 Pflaster verlegt und 100 m2 Grünfläche neugestaltet.

Durch die Rampe, die sich um das Haus herumzieht wird der Zugang zum haus und zum Platz rollstuhlgerecht erschlossen. Um barrierefrei ins Erdgeschoß zu gelangen, kann der neue Treppenlift genutzt werden.

Das Gebäude wurde im Innern wenig verändert. Lediglich die WCs wurden neu geordnet, das größere WC bietet Platz für Rollstühle und Rollatoren.

Allgemein gesehen wurde gedämmt und neu gedeckt, die Fenster erneuert und das ganze Gebäude mit einer Innendämmung versehen. Dadurch reduziert sich jetzt der Energieverbrauch und somit der CO2-Ausstoß um annähernd 50%. Nach zwei Jahren Bauzeit freue er sich, dass heute das Gebäude offiziell übergeben werden kann.

Baudirektor Jürgen Eisentraut vom Amt für Ländliche Entwicklung verwies darauf, dass Begegnungsstätten in den Gemeinden heute dringend notwendig sind, um unsere Dörfer attraktiv zu halten und die Abwanderung zu verhindern. Ein wichtiges Anliegen der Dorferneuerung ist die Stärkung der Dorfgemeinschaft und des sozialen und kulturellen Lebens im Dorf. Die Schaffung eines Gemeinschaftshauses wie dieses erfüllt diese Ziele geradezu vorbildlich und in herausragender Weise.

Gerade in Zeiten, wo auf dem Land immer mehr Gaststätten und Vereinsheime schließen, zielt ein Vorhaben, wie diese renovierte Schule darauf ab, den Zusammenhalt und das Vereinsleben nachhaltig zu verbessern. Es geht hier auch um den Begriff Heimat. Wer Heimat sucht, kann diese hier im Dorf und in diesem Haus finden, so Baudirektor Eisentraut. Er empfahl den Bürgern und den Vereinen dieses schöne Haus nun auch eifrig zu nutzen.

Pfarrer Benkert, der die Segnung der renovierten Schule vornahm sagte, er wünsche den Vereinen und allen Theilheimern, dass stets ein guter Geist in den Räumen der ehemaligen Schule herrsche.

Die Einweihungsfeier wurde vom Musikverein und dem Frauenchor mit Liedern und Musikstücken umrahmt.

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