THWS-Masterstudierende erarbeiten Strategien, um Menschen mit
Migrationserfahrung den Einstieg in die Beiratsarbeit zu erleichtern
Wie kann politische Teilhabe von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung in
Würzburg nachhaltig gesteigert werden? Mit dieser Frage haben sich Studierende
der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) des internationalen
Masterstudiengangs Social Work with Refugees and Migrants (MRM) beschäftigt. In
einem Projekt mit dem Ausländer- und Integrationsbeirat der Stadt Würzburg (AIW)
entwickelten die Studierenden innovative Konzepte, um Menschen mit
Migrationserfahrung den Einstieg in die Beiratsarbeit zu erleichtern.
Ziel war es, Strategien zu entwickeln, um neue Kandidatinnen und Kandidaten für
den Beirat zu gewinnen und die Beteiligung bei den anstehenden Wahlen im Juli
dieses Jahres zu erhöhen. Eine Gruppe von vierzehn Studierenden aus sechs
Ländern erarbeitete im vergangenen Wintersemester 2025/26 praxisnahe Ansätze
als neue Impulse für den Beirat.
Prof. Petra Daňková, Nachwuchsprofessorin für Internationale Soziale Arbeit an der
Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, begleitete das Projekt: „Für die
Studierenden war es eine einzigartige Möglichkeit, eine Brücke zwischen
akademischer Theorie und praktischer Anwendung zu schlagen und gleichzeitig
einen Beitrag zur Förderung der politischen Teilhabe von Menschen mit Flucht- und
Migrationserfahrung in Würzburg zu leisten.“ Die Ergebnisse stellte die Gruppe in
der Plenarsitzung des Ausländer- und Integrationsbeirats im Würzburger Rathaus
vor.
Wahl des Ausländer- und Integrationsbeirats
Colette Steder, Vorsitzende des AIW, freut sich über die Zusammenarbeit, da diese
einen Beitrag zur politischen Teilhabe leiste: „Der AIW wird parallel zu den
Kommunalwahlen von Würzburger Bürgerinnen und Bürgern mit
Migrationshintergrund gewählt. Die Wahl bietet eine hervorragende Gelegenheit,
um politische Mitbestimmung zu erfahren und die Meinungen und Ansichten von
Migrantinnen und Migranten in Würzburg in die Verwaltung und den Stadtrat zu
tragen.“
Durch Interviews und Gruppendiskussionen erhielten die Studierenden Einblicke in
die Bedürfnisse der Wahlberechtigten und entwickelten Maßnahmen, um
potenzielle Kandidierende auf die Arbeit des Beirats aufmerksam zu machen. Diese
Vorhaben konkretisierten sie in Form von Vorlagen für die Öffentlichkeitsarbeit mit
Fokus auf persönliche Begegnungen und soziale Medien. Zusätzlich lernten die
Studierenden wichtige Kompetenzen in den Bereichen Projektmanagement und
Teamarbeit. „Als Studentin der Sozialen Arbeit war es mir besonders wichtig, die
AIW-Wahl zu unterstützen, da aktive Beteiligung für die Gestaltung der Zukunft
unseres Fachgebiets unerlässlich ist“, reflektierte Grace Mankosah Ayisi, eine der
beteiligten Studierenden.
Über den THWS-Masterstudiengang MRM und den AIW
Der englischsprachige Masterstudiengang International Social Work with Refugees
and Migrants (MRM) ist ein anwendungsbezogener, international ausgerichteter
Studiengang. Er bereitet Studierende darauf vor, durch theoretische und praktische
Qualifizierung Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund zu unterstützen.
Der Ausländer- und Integrationsbeirat der Stadt Würzburg (AIW) ist die kommunale
Interessenvertretung von Menschen mit Migrationshintergrund in Würzburg und
berät Stadtrat sowie Stadtverwaltung zum Thema Migration.
Über die THWS
Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den
größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht
seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte
Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot
von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die
THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Derzeit
studieren an der THWS rund 500 Studierende in 23 Studiengängen in einem
dualen Modell. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern
verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in
zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht
zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot
widerspiegelt.

