Das Bayerische Landesamt für Statistik teilt mit, dass sich die Bruttostromerzeugung in Bayern im Jahr 2024 kaum verändert hat. Insgesamt wurden 60 055 Gigawattstunden Strom erzeugt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem leichten Rückgang von 1,0 Prozent. Der Wegfall der Kernenergie mit zuletzt 3 024 GWh wurde größtenteils durch erneuerbare Energien ausgeglichen.
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien steigt auf 45 327 GWh. Das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent. Ihr Anteil an der bayerischen Bruttostromerzeugung erreicht mit 75,5 Prozent einen neuen Höchstwert. Den größten Beitrag leisten erneut die Photovoltaikanlagen. Sie erzeugen 17 389 GWh Strom, ein Zuwachs von 7,8 Prozent.
Die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern sinkt 2024 auf 14 728 GWh. Das entspricht einem Rückgang von 17,9 Prozent. Neben dem Wegfall der Kernenergie geht auch die Erzeugung aus Steinkohle, Heizöl und sonstigen Energieträgern zurück. Gleichzeitig steigt die Stromerzeugung aus Erdgas um 9,4 Prozent auf 11 897 GWh. Erdgas deckt damit über 80 Prozent der konventionellen Stromerzeugung in Bayern ab.
Witterungseinflüsse prägen die Entwicklung der erneuerbaren Energien. Nach einem windreichen Jahr 2023 sinkt die Stromerzeugung aus Windkraft auf 5 080 GWh. Die Wasserkraft legt dagegen deutlich zu und erreicht mit 13 218 GWh erstmals seit 2013 wieder mehr als 13 000 GWh. Trotz geringerer Sonnenscheindauer erzielt die Photovoltaik aufgrund des starken Zubaus einen neuen Höchstwert. Auch die Stromerzeugung aus Biomasse steigt.
Der höhere Anteil emissionsärmerer Energieträger senkt den CO₂-Ausstoß der bayerischen Stromerzeugung weiter. Erdgas ersetzt dabei vor allem emissionsintensiven Kohlestrom.
Vorläufige Zahlen für 2025 deuten auf einen leichten Rückgang der Stromerzeugung hin. In den ersten drei Quartalen wurden 40 747 GWh in die Netze eingespeist. Das sind 1,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Während Wind- und Wasserkraft deutlich zurückgehen, legen Photovoltaik und Erdgas weiter zu.

