Mit einem Ohrwurm-Song über sich hat Stefan Labus in den letzten Tagen in den sozialen Medien für Aufsehen gesorgt. „Einer für alle, für unsere schöne Stadt; weil Schweinfurt was zu bieten hat“, sei der 72 Jahre alte Schweinfurter, der sich am 8. März gerne zum Oberbürgermeister der Stadt wählen lassen möchte. Er setzt sich im Lied ein „für Mensch, Tier und Natur; für Industrie, Sport, Musik und Kultur“.
Zunehmend wird den Bürgern nun klar, mit welchem Programm und welchen immer weiter sprudelnden Ideen der erfahrene Geschäftsmann und langjährige Kommunalpolitiker punkten möchte. Seit 2002 sitzt er im Stadtrat, bereits 2010 trat er bei den OB-Wahlen an und wurde Dritter, verpasste um nur einen Platz die Stichwahl.
Sein aufgebautes Netzwerk, Persönlichkeit, Engagement, Charakter, Empathie, Kreativität, soziale Stärke und die Bereitschaft zur Teamarbeit zeichnen den Träger des „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ aus. Diese Auszeichnung wurde ihm vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verliehen. Für ehrenamtliche Tätigkeiten und für sein Engagement für die von ihm gegründeten Kindertafeln.
„Ich traue mir zu, der Stadt Schweinfurt in ihrer aktuellen Misere zu helfen“, verspricht Stefan Labus als Kandidat der Freien Wähler, der auf seiner Prioritätenliste des Wahlprogramms sechs Hauptpunkte nennt, die er gleich in den ersten 100 Tagen im Amt angehen möchte.
Zusammenfassend: Nachdem Labus maßgeblich die Rettung und den Wiederaufbau des Betriebs im Krankenhaus St. Josef in Schweinfurt initiiert hat, liegt ihm die weitere Sicherung der Gesundheitsversorgung in und natürlich auch um Schweinfurt am Herzen. Mit mehr Polizeipräsenz und Videoüberwachungen an Brennpunkten, Unterstützung von präventiven Maßnahmen, Zusammenarbeit mit Behörden, Bürgern und dem Innenministerium will er für mehr Sicherheit in der Innenstadt und dem Stadtteilen in Schweinfurt sorgen.
Diese Innenstadt soll – Punkt drei – durch eine weitere Mainbrücke besser erreichbar sein, wobei Stefan Labus die alte Maxbrücke für Fußgänger erhalten möchte. Viertens will er die Innenstadt wieder richtig lebendig werden lassen mit beispielsweise einer Markthalle als attraktiven Treffpunkt. „Unsere Kernstadt muss erstens besser erreichbar sein und zweitens den Besuchern dann auch wieder mehr bieten, damit es sich lohnt, nach Schweinfurt zu kommen. Deshalb müssen wir auch den Einkaufstourismus dringend fördern.“
Die Stadt Schweinfurt müsse unbedingt schneller klimafreundlicher werden, durch beispielsweise mehr Bäume und einer neuen modifizierten Baumschutzverordnung, Entsiegeln von Flächen, dem Erhalt von Kaltluft-Schneisen am Gottesberg und Rückgewinnung von Regenwasser, dies alles mit unterstützend einem regelmäßigen Umwelt-Stammtisch für Industrie, Mittelstand und die Bürger/innen.
Und abschließend geht´s Labus natürlich um die Sicherung der alten Arbeitsplätze und die Stärkung der Industriestadt mit neuen Beschäftigungsstellen beispielsweise auf dem Gebiet der ehemaligen Kasernen. „Ein Innovationspark und Neuansiedlung der Industrie ,wäre dort für Schweinfurt eine riesengroße Chance!“
Stefan Labus möchte etwas tun gegen die soziale Schieflage und die Kinderarmut in der Stadt, die Obdachlosenunterkunft umbauen. Das Geld für den geplanten Bürgerpark will er einsparen, genauso das Projekt „Kulturforum“ nicht mehr verfolgen. Er setzt sich für gratis Busfahrten am Wochenende ein, möchte den Marktplatz wieder beleben beispielsweise mit einem kleinen Viktualienmarkt als Dauereinrichtung und mehr Veranstaltungen im Stadtgebiet. Dort soll ein reger Austausch mit Gewerkschaften, Betriebsräten, der Industrie, Einzelhandel und dem Mittelstand stattfinden. Eine Vision für Schweinfurt sei eine Multifunktionshalle im Bereich der einstigen Ledward-Barracks. Dorthin aber solle das Museum Otto Schäfer nicht kommen. Labus denkt zudem an eine jährliche Innovationsmesse für die Bereiche Umwelt, Soziales, Kultur und Wirtschaft.
Der Ausbau der Fernwärme liegt ihm am Herzen, die Regenwasser-Rückgewinnung durch Zisternen, genauso ein größeres Industriemuseum. Stefan Labus möchte einen „Sport Fond“ gründen, um die über 80 Vereine und verdiente Akteure in der Stadt des Sports finanziell zu unterstützen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten, z. B. ein „Netzwerk der guten Taten“ mit Sponsoren, Stiftungen und anderen Sportvereinen. Einer der Sportvereine wäre der FC 05 Schweinfurt, der jetzt in der 3.Bundesliga unter professionellen Verhältnissen arbeitet. Die Stadt Schweinfurt nimmt jährlich durch die Gebühren und Zahlungen vom FC 05 allein für die Stadion Stadionnutzung auf 80.000 Euro ein, für die Namensrechte-Riedel-Arena, 50.000 Euro pro Jahr – und das fünf Jahre lang – sowie 6% Abgabe pro Spiel für Zuschauereinnahmen. Eine schöne Summe so einen „Sport-Fonds“ mit 100.000 Euro starten zu lassen und in den darauffolgenden Jahren, mit je 50.000.- Euro aufzustocken.
Am Beispiel des Stadtteils Deutschhof, in dem bei den letzten Bundestagswahlen überdurchschnittlich viele Bürger die AfD wählten, will Stefan Labus bewusst den Dialog vor Ort suchen und mit seinem Programm, gerade was Sicherheit und Ordnung betrifft, punkten. „Ich möchte mit transparenter und sachbezogener Politik sowie bürgernaher Kommunikation überzeugen und setze auf Inhalte statt auf Populismus. Ich stelle mich mit meinem Team klar gegen jede Form von Extremismus, egal aus welcher Richtung.“

