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Staatssekretärin Anna Stolz (FW BAYERN) besucht Kräuter-Gemeinde Schwebheim – Ökologisches Bewässerungssystem in Gefahr

Staatssekretärin Anna Stolz bei Ihrem Besuch in Schwebheim. Foto: O. Brust

Auf Einladung der stellvertretenden Landrätin Bettina Bärmann (FW) informierte sich die Staatssekretärin Anna Stolz (FW) über die ökologischen Erfolge der drei Flurbereinigungsmaßnahmen in Schwebheim. Altbürgermeister Hans Fischer und Kreisrat (SPD) fuhr die Kreistagsfraktion der Freien Wähler zusammen mit Staatssekretärin Stolz durch die Schwebheimer Flur. Er erläuterte wie sich die ursprünglich ausgeräumte Flur zu einer ausgewogenen Symbiose von Hecken, Bäumen, renaturierten Bachläufen, Magerwiesen und landwirtschaftlichen Produktionsflächen entwickelte. In Schwebheim produzieren Biobauern und konventionelle Landwirte in guter Nachbarschaft. Frau Stolz: „Seit der dritten ökologischen Flurbereinigung ist die Gemeinde Schwebheim Vorreiter für Ökologie und Ökonomie. Die gesamte Flur wurde damals nach ökologischen Gesichtspunkten neu geordnet. Sie war Pilotprojekt für ganz Bayern und hat bereits im Jahr 1989 die Forderungen des jetzigen Volksbegehrens erfüllt. Man erkennt sofort, dass in Schwebheim gelebter Artenschutz und wirtschaftlich betriebene Landwirtschaft kein Gegensatz ist. Ich werde nun das Gespräch mit Staatsminister Glauber suchen, um eine Lösung für Schwebheim zu finden.“ Interessant war insbesondere der Einblick in den Kräuteranbau. Hans Fischer und den Schwebheimer Landwirten drückt jedoch die Sorge, dass ein besonders ausgeklügeltes und seit Jahrzehnten bewährtes Bewässerungssystem aufgrund von EU-Vorschriften ab 2027 nicht mehr angewandt werden darf. Der Unkenbach liegt im Oberlauf nahezu trocken. Doch in bestimmten Abschnitten wird Grundwasser aus Brunnen entnommen und dem Bachlauf zugeführt, welcher durch ein System von Stauwehren in den Sommermonaten als Reservoir für die Bewässerung der Äcker dient. Zukünftig soll das Wasser über Rohrnetze und nicht mehr im offenen Bachlauf transportiert werden. Frau Stolz will das Thema an dem bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (FW) vortragen.

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