Seit 2017 machen machen die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) & Eigenheimervereinigung Schraudenbach (EVS) gemeinsame Sache und veranstalteten auch zu Coronazeiten Tombolas. Mit Ausnahme 2018 wurde dieses gemeinsame Projekt erfolgreich wiederholt und auch 2022 fanden wieder über 6000 Euro im Spendentopf Platz. Doch nur ein Teilbetrag – wenn auch der größte – wurden mit Tombolas und Versteigerung erlöst, der Rest kam durch Spenden hinzu. Überragend waren die 1000 Euro eines Clubfans, die die „Esslumer Kurve“ beim EVS-Waldfest überreichten und die 250 Euro von Finanzmakler Marco Drenkard. Durch weitere Geldspenden von Firmen und Privatpersonen erhöhte sich der Spendenanteil auf über 1600 Euro.
Über 3027,64 Euro durfte sich letztendlich das „Ronald McDonald“-Haus (RMD) in Erlangen freuen.
Das RMD-Haus Erlangen ist eines von insgesamt 22 Häuser bundesweit. 1995 wurde das Haus eröffnet und im Jahre 2003 folgte ein weiteres in Erlangen. In den in unmittelbarer Nähe der Kinder-Uniklinik gelegenen Häusern finden Eltern schwerstkranker Kinder, während deren Klinikaufenthalt, ein „Zuhause auf Zeit“. Neben einer guten medizinischen Versorgung braucht ein krankes Kind seine Familie – denn nur sie kann Liebe, Zuversicht und Geborgenheit schenken. Gerade die psychosoziale Flankierung der medizinischen Therapie, insbesondere durch die Eltern, ist von eminenter Wichtigkeit und trägt nicht unerheblich zu einer hoffentlichen Gesundung bei. Bei ihren schwerst kranken Kinder müssen Eltern stark sein. Zum Kraft schöpfen, aber auch mal zum Tränen fließen lassen, können sie sich, zumindest kurz, in das „Ronald McDonald“-Haus zurückziehen. Das Haus ist aber auch ein Ort, an dem Eltern ihre Sorgen miteinander teilen und ihre Erfahrungen austauschen können.
Bei einem Besuch im RMD-Haus überbrachten nun die fünf Damen der Tombola-Crew einen symbolischen Scheck an Hausleiter Christoffer Hebisch. Da in beiden Erlanger Häusern nach wie vor noch Renovierungsarbeiten anstehen, kann das überaus herzliche Team um Christoffer Hebisch dieses Geld gut gebrauchen und damit vielen Familien in schweren Zeiten etwas Erleichterung schenken.
Der gleiche Betrag wurde der „Station Tanzbär“ in Würzburg überwiesen.
„Wir freuen uns sehr über diese stolze Spendensumme und das seit vielen Jahren anhaltende Engagement von KAB und EVS“ sagte Prof. Dr.med. Christina Kohlhauser-Vollmuth, Chefärztin der Missio-Kinderklinik. Die EVS spendete bereits seit 2016 und zusammen mit der KAB liegt die Spendensumme mittlerweile bei 14695,85 Euro.
Die „Station Tanzbär“ der Missio-Kinderklinik ist in der Region einzigartig. Hier werden geistig und körperlich behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene rund um die Uhr medizinisch betreut. Aufgrund ihrer schweren Behinderungen können die meisten Patienten nicht selbständig sitzen, laufen, essen und sprechen. Viele gesundheitsfördernde Leistungen, wie z.B. Musikthereapie können nur durch Spenden finanziert werden.