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Spatenstich für das größte bauliche Projekt in der Geschichte des Landkreises – Beste Perspektiven für die Ausbildung

Mit dem offiziellen Spatenstich kann der Neubau der Berufsschulzentrums Alfons Goppel beginnen. Foto: Wiener

Mit dem offiziellen Spatenstich kann der Neubau der Berufsschulzentrums Alfons Goppel beginnen. Foto: Wiener

Es ist ein gewaltiger Kraftakt, den der Landkreis Schweinfurt mit dem Neubau des Schulzentrums Alfons Goppel (BSZ) angeht. Nun ist der Spatenstich für das knapp 54 Mio. teuere Projekt am Ende der Geschwister-Scholl-Straße in Schweinfurt erfolgt. Es ist das größte bauliche Projekt, das der Landkreis jemals gestemmt hat. Weichen muss dafür nach und nach das nicht mehr zeitgemäße Gebäude, in dem über vier Jahrzehnte junge Menschen die schulische Ausbildung für ihre Berufe erfuhren.

Landrat Florian Töpper erinnerte an die Überlegungen, die zu dieser teueren Investition führten. Der Wissensvorteil sei nach wie vor ein Pluspunkt für die deutsche Wirtschaft. Die Grundlage dafür werde in den Schulen gelegt und gerade  die berufliche Ausbildung ist eine entscheidende Wegmarke für die Zukunft. Dem war sich auch der Kreistag bewusst, als er im Dezember 2016 nach einer Machbarkeitsstudie einstimmig den Neubau beschloss. Nach dem nun erfolgten Spatenstich soll noch in diesem Jahr mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. Im März 2021 soll dann auch die Sanierung der bereits bestehenden Turnhalle beginnen. Im August soll die Außenhülle wetterdicht sein, sodass dann die Innenarbeiten beginnen können. Im September 2022 soll dann der Schulbeginn starten und bis September 2023 das alte Gebäude abgerissen sein und die Außenanlagen entsprechend neu gestaltet.

Architekt Peter Schwinde ging auf die bautechnischen Details ein. Herzstück soll der Eingangsbereich mit anschließender Aula sein, die dann auch als Veranstaltungsraum dienen kann. Ringartig sind darum die Räume zu erreichen, sodass der Ganzkörper die Funktion der Zusammenhänge abbildet. Auf dem Schuldach entsteht eine Photovoltaikanlage, primär zur Eigenversorgung mit Solarstrom in Kombination mit Dachbegrünung. Beheizt wird die gesamte Liegenschaft über den neu verlegten Fernwärmeanschluss der Stadtwerke Schweinfurt.

Hochbelegte Klassenräume, Fachräume und der Lehrerbereich wird mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung versehen, die unabhängig von aktuellen Corona-Bestimmungen schon vor der Pandemie beschlossen wurden. An heißen Tagen ist damit auch eine natürliche Nachtauskühlung möglich. Durch Aufzüge und ebenerdig angelegte Zuwegungen ist das komplette Gebäude barrierefrei nutzbar.

Schulleiter Joachim Sagstetter freut sich schon auf moderne Unterrichtsräume, die neben herkömmlichen Whiteboards eine Ausstattung moderner, digitaler Medientechnik erhalten. Hierzu konnte ein Förderprogramm des Landes Bayern in Anspruch genommen werden. In zwei Jahren werde mit diesem modernen Gebäude ein zeitgemäßer und realitätsnaher Unterricht möglich sein.

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