Belegschaft und Betriebsrat bei SenerTec werden mit nachhaltiger Unterstützung der IG Metall Schweinfurt massiven Widerstand gegen die angekündigte Schließung und Verlagerung der Produktion leisten.
In einer Presseaussendung heißt es wörtlich: „Die IG Metall Schweinfurt lehnt die geplante Stilllegung der Produktion beim Blockheizkraftwerk‑Hersteller SenerTec entschieden ab. Die Gewerkschaft bewertet die Verlagerungspläne des Konzerns als wirtschaftliche und strategische Fehlentscheidung mit gravierenden Folgen für Beschäftigte, regionale Wertschöpfung und den Industriestandort Main‑Rhön.
Innovative Technologie
„SenerTec hat über Jahrzehnte innovative Technologie am Standort Schweinfurt entwickelt und getragen. Wer jetzt die Produktion verlagert, gefährdet Existenzen, regionale Wertschöpfung und die Zukunft einer ganzen Belegschaft. Betriebswirtschaftlich ist die Entscheidung in keiner Weise nachvollziehbar und erinnert an Steinzeitkapitalismus“, betont Matthias Gebhardt, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Schweinfurt. „Wir erwarten, dass der Konzern sich seiner sozialen Verantwortung stellt und echte Alternativen zur Schließung prüft und diese auch vorlegt.“
Widerstand gegen die angekündigte Schließung
Was auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung am Mittwoch (21.01.2026) deutlich wurde: Belegschaft und Betriebsrat werden mit nachhaltiger Unterstützung der IG Metall Schweinfurt massiven Widerstand gegen die angekündigte Schließung und Verlagerung der Produktion leisten. „Wir stehen Seite an Seite mit den Kolleginnen und Kollegen bei SenerTec“, unterstreicht Matthias Gebhardt von der IG Metall Schweinfurt. „Unser Ziel ist klar: Arbeit und Zukunft am Standort sichern – mit einem tragfähigen Konzept statt einer kalten Verlagerung.“
Der Vorstand des Heizungs- und Klimatechnikkonzerns BDR Thermea hatte Anfang Januar angekündigt, die Produktion beim Tochterunternehmen SenerTec in Schweinfurt, schon Ende März 2026 einzustellen zu wollen. Insgesamt sollen 76 Arbeitsplätze in Schweinfurt betroffen sein.
Gefährdet zukunftsfähige Arbeitsplätze
„Die Tragweite dieser Entscheidung wäre immens“, betont Christian Zimmer, Betriebsvorsitzender von SenerTec in Schweinfurt. „Die angekündigte Einstellung der Fertigung gefährdet zukunftsfähige Arbeitsplätze. Darüber hinaus wird die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung als stabilisierenden Baustein der Energiewende in Deutschland geschwächt.“ Mit Blick auf eine resiliente Energie- und Wärmewende sei dies jedoch unverzichtbar, führt Zimmer aus.
Das von SenerTec entwickelte Blockheizkraftwerk der Marke „Dachs“ könne die Versorgung vor Ort unterstützen und dabei beitragen, Energie genau dort bereitzustellen, wo sie gebraucht werde.

