SEMCO-Ideen-Award 2026

Die Mitarbeitenden von SEMCO mit ihren Auszeichnungen. Bildnachweis: SEMCO

Der 2025 gestartete SEMCO Ideenwettbewerb zeigt, wie viel Innovationskraft im Arbeitsalltag der Mitarbeitenden steckt. Insgesamt reichten Teams aus 25 SEMCO-Standorten 128 Ideen ein. Über mehrere Monate sammelten, bewerteten und entwickelten sie die Vorschläge weiter.

Preisverleihung als Höhepunkt

Die Preisverleihung des ersten SEMCO-Ideenawards bildet den vorläufigen Höhepunkt des Wettbewerbs. Sie macht sichtbar, welche Ideen sich in der Praxis bewährt haben und welches Potenzial sie für weitere Standorte bieten. Insgesamt ehrte SEMCO acht Ideengeber.

Das Unternehmen zeichnete vor allem Vorschläge aus, die Abläufe konkret verbessern und sich gut übertragen lassen. Bisher zahlte SEMCO mehr als 30.000 Euro an Prämien aus.

„Mut, Neues zu wagen und Bestehendes zu hinterfragen – das ist der Geist der SEMCO-Gruppe“, sagt Hermann Schüller. „Mit dem Ideenaward zeigen wir, wie viele gute Ideen aus unseren Teams kommen.“

Kleine Ideen mit großer Wirkung

Viele Vorschläge entstehen direkt im Arbeitsalltag. Statt großer Strategien stehen oft kleine, gezielte Verbesserungen im Fokus. Dazu gehören vereinfachte Abläufe, bessere Schnittstellen oder weniger Arbeitsschritte. Gerade diese Ansätze wirken sofort und lassen sich häufig auf andere Standorte übertragen.

Ein Beispiel kommt aus Nordhorn: Betriebsleiterin Christiane Wolf führte einen Handschuhautomaten ein. So steuerte sie den Verbrauch von Betriebsmitteln gezielter. Die Maßnahme senkte die Kosten bereits im ersten Jahr um mehrere tausend Euro. Aufgrund des Erfolgs übernahm SEMCO die Lösung auch an anderen Standorten.

Messbare wirtschaftliche Effekte

Zusätzlich reichten Mitarbeitende viele Ideen ein, die die Produktivität der Anlagen steigern. Überträgt SEMCO diese auf die gesamte Unternehmensgruppe, ergibt sich ein großer Effekt.

Der wirtschaftliche Nutzen ist deutlich: Die Ideen tragen insgesamt mehr als 6,6 Millionen Euro zur Wertschöpfung bei. Dieser Betrag ergibt sich aus höheren Umsätzen, besseren Gewinnen und geringeren Kosten.

„Was zunächst wie eine kleine Verbesserung wirkt, kann standortübergreifend eine große Wirkung entfalten“, erklärt Alexander Akgül. „Gerade die Übertragbarkeit macht viele Ideen so wertvoll – für unsere Produktivität und unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

Ihr volles Potenzial entfalten die Ideen jedoch erst, wenn SEMCO sie in allen 25 Niederlassungen umsetzt.

Austausch und Beteiligung im Unternehmen

Rund 25 Teilnehmende nahmen an der Preisverleihung teil. Darunter waren Ideengeber, Ideenpaten, Führungskräfte und Mitglieder der Geschäftsführung. Johannes Schüller moderierte die Veranstaltung. Hermann Schüller und Katrin Vahlenkamp begleiteten den Wettbewerb als Gastgeber.

„Die Chance auf eine gute Idee steigt, wenn viele Ideen entstehen“, sagt Alexander Akgül. „Deshalb ermutigen wir möglichst viele Mitarbeitende, ihre Vorschläge einzubringen.“

Ideen als Teil der Unternehmenskultur

„Der Ideenaward ist für uns kein einmaliges Projekt, sondern ein fester Bestandteil unserer Weiterentwicklung“, erklärt Katrin Vahlenkamp, Leiterin HR. Im Wettbewerbsjahr sammelt und testet SEMCO Ideen im Arbeitsalltag. Im Folgejahr prämiert das Unternehmen die besten Vorschläge und setzt sie breit um.

Der Ideenaward 2026 zeigt damit klar: Nachhaltige Verbesserungen entstehen dort, wo Mitarbeitende ihre Arbeit genau kennen, Prozesse hinterfragen und aktiv mitgestalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie im kaufmännischen oder im gewerblichen Bereich arbeiten.

Wer ist SEMCO? Das steckt hinter dem Unternehmen

SEMCO ist eine deutsche Glas-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz im niedersächsischen Westerstede. Das familiengeführte Unternehmen gehört zu den größeren Anbietern in der Flachglasbranche und produziert unter anderem Isolierglas, Sicherheitsglas, Funktionsglas und Spezialglas für Fenster, Fassaden und Innenräume.

Gegründet wurde das Unternehmen 1977. Über die Jahre ist daraus eine breit aufgestellte Glasgruppe mit zahlreichen Standorten in Deutschland und Europa geworden. Nach aktuellen Unternehmensangaben und Branchenberichten verfügt SEMCO inzwischen über mehr als 23 Standorte, beschäftigt rund 1.800 bis 2.000 Mitarbeitende und erzielt einen Jahresumsatz von rund 400 Millionen Euro.

SEMCO ist in der Region Schweinfurt besonders durch den Standort in Sennfeld präsent. Dort werden unter anderem Isolierglas, Sicherheitsglas und Interieurglas gefertigt. Der Standort wurde in den vergangenen Jahren ausgebaut und gilt als wichtiger Produktionsstandort der Gruppe.

Zuletzt ist SEMCO auch durch Übernahmen und Expansion aufgefallen. Mit dem Zukauf weiterer Glasunternehmen hat die Gruppe ihre Marktposition in Deutschland weiter gestärkt.

Kurz gesagt

SEMCO ist ein familiengeführter Glashersteller mit deutschlandweiten und europäischen Standorten, der vor allem für modernes Funktions-, Sicherheits- und Isolierglas bekannt ist

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