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Schweinfurter Motorradhändler baut Motorrad für den Papst

Eine BMW für den Papst: Motorrad Witzel baut sie speziell auf. (Foto: Christian Klippel)

Motorrad Witzel in Schweinfurt baut eine Custom-BMW R 18 für Papst Leo XIV.

Sennfeld/Rom – Ein außergewöhnliches Projekt vereint Glaube, Solidarität und die Leidenschaft für starke Maschinen: Die JESUS-BIKER® und die Motorrad Witzel GmbH aus Sennfeld bauen gemeinsam ein einzigartiges Unikat – eine BMW R 18 Transcontinental für Papst Leo XIV. Das Ziel: Kindern in Madagaskar eine bessere Zukunft ermöglichen.
>Wie alles begann
Die Idee nahm ihren Anfang bei einem Motorrad-Gottesdienst: Dort kamen Thomas Draxler, Gründer der JESUS-BIKER®, und Tayfun Cenk, Marketingleiter bei Motorrad Witzel, ins Gespräch.  Kurz darauf konnte man auch BMW Motorrad Deutschland für das Projekt begeistern. Aus einer spontanen Vision wurde ein handfestes Herzensprojekt.
>Nach dem legendären „PEACE-RIDE® to Rome“ im Jahr 2019, bei dem Papst Franziskus eine signierte Harley-Davidson überreicht wurde und der Erlös einer anschließenden Auktion einem Waisenhaus in Uganda zugutekam, folgt nun die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte.

Ein Meisterstück aus Sennfeld

Die BMW R 18 Transcontinental wird bei Motorrad Witzel mit Leidenschaft, Präzision und Liebe zum Detail veredelt. „Für uns ist dieses Projekt etwas ganz Besonderes. Es vereint alles, wofür wir stehen: Qualität, Hingabe – und ein tiefer Sinn, der weit über das Motorrad hinausgeht“, sagt Volker Witzel.
Für den einzigartigen Look sorgt die Eugen Hering GmbH & Co. KG aus Schweinfurt – in einer eigens entwickelten Sonderfarbe: Witzel Mystikweiß Brillant. Den Transport nach Rom übernimmt die Pabst Transporte GmbH & Co. KG aus Gochsheim – stilecht unter dem Motto: „Pabst fährt zum Papst.“

Von Franken nach Rom – und weiter in die Welt

Die Reise startet in Sennfeld und führt über das Vereinsheim der JESUS-BIKER® in Schaafheim weiter nach Altötting, wo in der St.-Magdalena-Kirche ein Gottesdienst gefeiert wird. Nächster Halt: Verona – ebenfalls mit einem Gottesdienst – bevor es zur Audienz im Vatikan geht.
>Höhepunkt ist der 3. September 2025: In Rom wird die BMW R 18 Transcontinental von Papst Leo XIV. feierlich gesegnet und anschließend von Missio Österreich versteigert. Nach der Auktion findet das Meisterstück seinen Platz in der BMW Welt in München, wo es seinen neuen Besitzer erwartet. Der gesamte Erlös fließt an Hilfsprojekte für Kinder in Madagaskar – für Bildung, medizinische Versorgung und sauberes Trinkwasser.

Päpste und ihre besonderen Fahrzeuge

Besondere Fahrzeuge haben Tradition im Vatikan. Immer wieder erhielten die Oberhäupter der katholischen Kirche außergewöhnliche Fahrzeuge, die häufig für wohltätige Zwecke eingesetzt wurden:
• Papst Franziskus bekam 2013 eine Harley-Davidson Dyna Super Glide, die er signierte und zugunsten von Obdachlosen in Rom versteigern ließ.
• 2014 erhielt er außerdem eine Harley-Davidson Fat Boy sowie eine Lederjacke – auch diese Stücke wurden für den guten Zweck verkauft.
• Papst Johannes Paul II. nutzte 1980 einen speziell angefertigten Fiat Campagnola bei seiner berühmten Messe in Köln.
• Papst Benedikt XVI. wurde 2012 ein Renault 4 geschenkt – ein schlichtes, über 30 Jahre altes Auto, das seine Bescheidenheit unterstrich.
• Neben klassischen Automobilen bekamen die Päpste auch immer wieder hochmoderne Fahrzeuge, etwa verschiedene Modelle des berühmten „Papamobils“ von Mercedes-Benz.

Ein starkes Zeichen

Diese Tradition zeigt: Ob Motorrad oder Auto – die Fahrzeuge der Päpste sind oft weit mehr als nur Transportmittel. Sie sind Symbole für Glauben, Gemeinschaft und Solidarität und entfalten durch Versteigerungen oder Spendenaktionen ihre größte Wirkung. „Dieses Projekt verbindet Herz, Glauben und unsere Leidenschaft für Motorräder. Genau das, was uns bei Motorrad Witzel wichtig ist“, sagt Lisa Witzel.
Mit dieser Aktion setzen die JESUS-BIKER® und Motorrad Witzel ein klares Zeichen: Für Hoffnung. Für Solidarität. Und für die Kraft gemeinsamer Werte – auf zwei Rädern.

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