Erfolgreiche Projekte und neue Impulse für den Landkreis Schweinfurt
Schweinfurt. Das Regionalmanagement des Landkreises Schweinfurt zieht im Rahmen seiner Lenkungsgruppensitzung zum Jahreswechsel traditionell Bilanz über die im zurückliegenden Jahr umgesetzten Projekte. Landrat Florian Töpper begrüßte auch die überregionalen Gremienmitglieder wie Martin Uhl als Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Und auch Markus Beier von der Regierung von Unterfranken und Gertraud Kokula vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken.
Positive Bilanz
Der Landkreis Schweinfurt konnte eine positive Bilanz über die zurückliegende Förderphase des Regionalmanagements ziehen. Regionalmanager David Wald präsentierte die Ergebnisse der drei erfolgreich umgesetzten Projekte mit insgesamt acht Maßnahmen.
Im Themenfeld Tourismus konnte unter anderem ein Leitfaden zur Pflege von Wanderwegen erstellt werden. Der Leitfaden richtet sich an die Zielgruppe der ehrenamtlich tätigen Wanderwegewarte. Er vermittelt praxisnahe Hinweise und Tipps zu deren Pflege. Zudem wurde ein Vorkonzept zur „Qualitätsoffensive Radwege“ fertiggestellt, das als Grundlage für die Neukonzeption und Vermarktung des touristischen Radwegenetzes mit zehn neuen Routen im Landkreis dient.
Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte im Landkreis Schweinfurt
Auch im Handlungsfeld Siedlungsentwicklung setzte der Landkreis Schweinfurt in der zurückliegenden Förderphase wieder wichtige Impulse für die Entwicklung und Stärkung der Region. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Ausstellung zum Modellprojekt „Wohnraum neu interpretieren“, die in mehreren Gemeinden des Landkreises gezeigt wurde. Die Ausstellung umfasst die vielfältigen Ansätze zur Wohnraumentwicklung. Sie wurden von Studierenden des Studiengangs Architektur an der Hochschule Coburg entwickelt.
Neue Regionalmanagement-Förderphase
Die mittlerweile siebte Förderperiode des Regionalmanagements im Landkreis Schweinfurt läuft über den Zeitraum von April 2025 bis März 2028. Es konnte mit der Überreichung des neuen Förderbescheids durch Staatssekretär Tobias Gotthardt offiziell in die Umsetzung starten. Der Landkreis erhält dabei rund 327.000 Euro Fördermittel. Sie werden mit einem Fördersatz von 80 Prozent vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bereitgestellt. Mit dieser Unterstützung setzt der Landkreis Schweinfurt seine erfolgreiche Arbeit zur regionalen Entwicklung fort.
Im Rahmen des Projektes „Neukonzeption touristisches Radwegenetz“ werden ausgehend vom im Juli 2025 fertiggestellten „Vorkonzept Qualitätsoffensive Radwege“ bis Jahresende 2026 zehn neue Radrouten im Landkreis Schweinfurt entwickelt, infrastrukturell aufgewertet und ergänzend beschildert sowie zur touristischen Vermarktung vorbereitet.
Das Projekt „Siedlungsentwicklung regionaler Denken“ bildet mit der Bearbeitung von insgesamt drei Projektmaßnahmen den Schwerpunkt in der laufenden Arbeit des Regionalmanagements. Die Umsetzung der Projektmaßnahme „Unsichtbaren Wohnraum sichtbar machen“ befindet sich in der Vorbereitung und zielt darauf ab, Eigentümerinnen und Eigentümern zu ermutigen und dabei zu unterstützen, bisher ungenutzten Wohnraum zu aktivieren. Es werden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, architektonische Lösungen sowie positive Erfahrungsberichte regionaler Akteure thematisiert. Die erste Veranstaltung soll im Frühjahr stattfinden und zeitnah unter www.landkreis-schweinfurt.de/innenentwicklung bekanntgegeben werden.
Zahlreiche Angebote in den Landkreisgemeinden
Die Maßnahme „Handbuch zur Grüngestaltung im Innenbereich“ wird mit Unterstützung eines externen Büros und einer Projektgruppe aus regionalen Expertinnen und Experten umgesetzt. Das Handbuch orientiert sich am bereits Ende 2020 veröffentlichten Baukulturhandbuch. Es wird sowohl als klassisches Printprodukt als auch in Form eines digitalen Angebotes erscheinen.
Im Rahmen der Projektmaßnahme Innenentwicklung vor Ort erleben werden insgesamt fünf Veranstaltungen organisiert. Die Planung erfolgt in Zusammenarbeit mit den ILE-Regionen und Gemeinden vor Ort und unter Einbindung von Experten. Im Oktober wurde in Gerolzhofen die erste von diesen fünf Veranstaltungen durchgeführt. Unter dem Themenschwerpunkt „Sanieren und Wohnen im historischen Ortskern“ wurden drei denkmalgeschützte Gebäude besucht. Die Eigentümerfamilien und der ausführende Architekt waren hierbei eng eingebunden. Anschließend erhielten die ca. 60 Teilnehmenden im Bürgerspital der Stadt Gerolzhofen einen Überblick zu Förder- und Unterstützungsangeboten bei der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden.
Landrat Florian Töpper lobte die vielfältige und fokussierte Arbeit des Regionalmanagements im Landkreis Schweinfurt und freute sich über die bereits erzielten Projekterfolge. Er zeigte sich überzeugt, dass das Team der Kreisentwicklung und des Regionalmanagements sein herausragendes Engagement auch in den kommenden Jahren erfolgreich fortsetzen wird.
Information:
Das Regionalmanagement des Landkreises Schweinfurt wird über das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen der Förderrichtlinie Landesentwicklung (FöRLa) gefördert. Im Juni 2008 wurde das Regionalmanagement im Landkreis Schweinfurt eingerichtet und erhielt seitdem eine fortwährende finanzielle Förderung seitens des Freistaates Bayern. Fachliche Unterstützung und Beratung erhält das Regionalmanagement von der Regierung von Unterfranken.
Zu den Aufgaben des Regionalmanagements zählen die Initiierung und Moderation von Entwicklungsprozessen. Aber auch die Stärkung regionaler Netzwerke sowie die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Region. Das Team unterstützt Landkreisgemeinden und Akteure vor Ort bei der Bewältigung zentraler Herausforderungen. Besonders das Handlungsfeld Siedlungsentwicklung mit zahlreichen Maßnahmen zur Innenentwicklung hat sich im Landkreis Schweinfurt als überregional wahrgenommener Schwerpunkt etabliert.

