Nach CSU-Ortsverband Thundorf nominiert auch Freie Wählergemeinschaft Rothhausen Bernhard Düker zum Bürgermeisterkandidaten

Bürgermeisterkandidat Bernhard Düker. Foto: Claudia Löwinger

Rothhausen (el). Nach dem CSU-Ortsverband Thundorf hat sich nun auch die Freie Wählergemeinschaft Rothhausen für Bernhard Düker als Bürgermeisterkandidaten ausgesprochen. Gleichzeitig wurden bei der Versammlung vor 40 Besuchern im Sportheim auch 12 Personen für die Wahl zum Gemeinderat aufgestellt, darunter vier Frauen.

Nur die Gesamtstimmen der Liste entscheiden

Erneut hatten die beiden Versammlungsleiter Ronald Beck und Andreas Roth die rechtlichen Grundlagen studiert und bei der Durchführung der Wahlen umgesetzt. Beck ging zunächst auf die Wahl vor sechs Jahren ein, bei der die Freie Wählergemeinschaft Rothhausen erstmals mit fünf Ratsmitgliedern und dem Bürgermeisterposten vertreten war. 38,7 Prozent konnte die Rothhäuser Liste damals auf sich vereinigen. Dies sei seinerzeit nur möglich gewesen, weil der Ortsteil Rothhausen zu 95 Prozent seine Stimmen auf der Rothhäuser Liste verteilte. Nur die Gesamtstimmen der Liste entscheiden schließlich am Ende über die Anzahl der Sitze. Bürgermeisterin Judith Dekant schaffte es gegen gleich zwei Mitbewerber 50,2 Prozent auf sich zu vereinigen und wurde damit schon im ersten Wahlgang Ortsoberhaupt. Weil sie dadurch als Gemeinderat ausschied, rückte zunächst Melanie Alsfeld für sie nach und nach deren Wegzug schließlich Robert Peuker.

Politik einer ortsübergreifenden Gesamtbetrachtung

Doch die Bürgermeisterin feierte kürzlich ihren 70. Geburtstag und möchte deshalb aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. Weil sie in Bernhard Düker einen geeigneten Nachfolgekandidaten sah, der die begonnenen Projekte in ihrem Sinne fortführen könnte, wurde sie in ihrem Entschluss gestärkt. Er werde die Politik einer ortsübergreifenden Gesamtbetrachtung als eine Gemeinde fortführen, die ihr immer sehr am Herzen gelegen habe, ist sie sich sicher. Dies sei auch der Konsens im CSU-Ortsverband gewesen, der ebenfalls für alle drei Ortsteile stehe. Es sei nicht leicht gewesen viele behördliche Hürden zu überwinden, um Bauplätze und Wohnraum zu schaffen, doch sie zeigte sich zuversichtlich, dass der neue Gemeinderat schon bald große Baugebiete in Thundorf und Rothhausen einweihen kann.

Judith Dekant sagte dem neuen Bürgermeister – egal wer es wird – auf jeden Fall volle Unterstützung zu, habe sie doch in den vergangenen sechs Jahren ein großes Netzwerk aufbauen können, von dem auch ihr Nachfolger profitieren soll. Deshalb werde sie für den Gemeinderat kandidieren.

Viel Harmonie

Bernhard Düker versprach im Falle seiner Wahl die ausgleichende Politik von Judith Dekant fortführen zu wollen. In seiner ersten Periode als Gemeinderat habe er viel Harmonie feststellen können und trotz dreier Wählervereinigungen sei es nie zu Blockbildung gekommen. Wenn es andere Ansichten gab, wurden diese immer gütlich geglättet. Der 64-jährige stammt von der Rothhäuser Mühle, verließ den Ort zunächst aber für Bundeswehr und Studium der Betriebswirtschaft in Würzburg. Er stieg zunächst beim verwandtschaftlichen Unternehmen Eisenwerke Düker in Karlstadt ein und war ab 2000 als Unternehmensberater und kaufmännischer Leiter teilweise für bis zu 850 Mitarbeiter verantwortlich. Nach dem Ableben der Eltern zog es ihn dann aber 2018 mit seiner Frau nach Rothhausen zurück, wo er das elterliche Anwesen renovierte und dort auch in ländlicher Idylle Ferienwohnungen anbietet.

Kindergarten in Thundorf als neue Herausforderung

Bernhard Düker verwies auf seine beruflichen Erfahrungen, die immer wieder auch pragmatische Lösungen erfordert habe. In Bezug auf Bauland habe die aktuelle Bürgermeisterin viel Vorarbeit geleistet, doch beispielsweise mit dem Kindergarten in Thundorf komme eine neue Herausforderung auf den Gemeinderat zu. Sollte Bernhard Düker bis zur Wahl am 8. März ausfallen, stünde Jürgen Gleißner als Ersatzkandidat bereit.

Tragen soll den Bürgermeisterkandidaten ein engagierter Gemeinderat, für den die Freie Wählergemeinschaft Rothhausen zunächst die fünf bisherigen Gemeindevertreter an die Spitze der Liste setzte und danach die alphabetische Anordnung wählte. Jennifer Spiller stand nach Wegzug nicht mehr zur Verfügung. Kandidieren werden somit: Judith Dekant, Bernhard Düker, Jürgen Gleißner, Volker Mauer, Robert Peuker, Manuel Elflein, Mark-Arne Fuhl, Martina Grünewald, Claudia Löwinger, Thomas Mangold, Nadine Müller und Dr. Andreas Priebe.

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