Modernste Technik für präzise Diagnostik für die Radiologie im Ärztehaus am Krankenhaus St. Josef

Am neuen Computertomografen (v. li.): Dr. Peter Schnarkowski (Ärztlicher Standortleiter Radiologie), Dr. Felix Harder (Geschäftsführer Quartz Healthcare), Dr. med. Markus Ewald (Chefarzt Innere Medizin), Dr. Frank Wellmann (Geschäftsführer Krankenhaus St. Josef), Nadja Zinsmeister (CT-Team) und Dr. Wolfgang Menger (Ärztlicher Direktor/Chefarzt Anästhesie & Intensivmedizin St. Josef). Foto: Wiener

Schweinfurt (red). Mitte Oktober wurde in der Praxis der Radiologie Schweinfurt am Standort des Krankenhaus St. Josef ein neues High-End-CT-Gerät in Betrieb genommen. Nach rund einem Monat ziehen die beteiligten Fachärzte nun ein erstes Fazit – und zeigen sich beeindruckt von den diagnostischen Möglichkeiten der neuen Technologie. Das neue Gerät arbeitet mit der innovativen Dual-Source-CT-Technologie. Zwei Röntgenröhren und zwei Detektoren ermöglichen eine doppelt so hohe Scangeschwindigkeit und eine deutlich verbesserte Bildqualität. Bewegungsartefakte, wie sie etwa bei der Herzdiagnostik oder beim Lungenscreening häufig auftreten, werden so weitgehend vermieden.

Zugleich profitieren Patientinnen und Patienten von einer größeren Gantry-Öffnung und einer reduzierten Strahlendosis. „Dank der beiden Röhren können wir die Strahlenbelastung erheblich verringern und dennoch in kürzester Zeit gestochen scharfe Aufnahmen erzielen“, erklärt Dr. Felix Harder, Radiologe und Geschäftsführer der Quartz Healthcare Schweinfurt. Das Gerät, das über eine Investitionssumme von rund einer Million Euro verfügt, stammt von Siemens – Made in Germany.

Präzise Kontrastmittelsteuerung

Ein besonderes Merkmal ist zudem die präzise Kontrastmittelsteuerung: Das System misst in Echtzeit den sogenannten „Bolus“ – also den Moment, in dem das Kontrastmittel im Körper seine höchste Konzentration erreicht – und optimiert den Scan-Zeitpunkt automatisch. Die Radiologie Schweinfurt arbeitet bereits seit 2001 eng mit den Fachabteilungen des Krankenhaus St. Josef zusammen. Unter der neuen Leitung der Quartz Healthcare Germany GmbH wurde die technische Ausstattung nun auf den neuesten Stand gebracht. Sie ist so in dieser Form einmalig im Umkreis von 100 Kilometern.

„Für uns als Krankenhaus ist das ein enormer Gewinn – nicht nur fachlich, sondern auch technisch“, betont Dr. Wolfgang Menger (Ärztlicher Direktor/Chefarzt Anästhesie & Intensivmedizin St. Josef). „Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Schweinfurt.“ Auch Dr. med. Markus Ewald, Chefarzt der Inneren Medizin, hebt die Vorteile hervor: „Früher waren Herzaufnahmen oft durch Bewegung unscharf. Das neue CT gleicht diese Bewegungen aus – wir erhalten in Sekunden exakte Bilder, ohne Wiederholungsaufnahmen und mit geringerer Strahlenbelastung.“

Die Kooperation zwischen Praxis und Krankenhaus ermöglicht zudem besonders kurze Wege – etwa für Notfälle aus der Notaufnahme oder Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation. Für das rund eine Mio. Euro teuere Gerät waren außerdem nochmals rund 200.000 Euro für Umbaumaßnahmen inklusive Lüftung am Standort nötig.  Insgesamt arbeiten derzeit 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Radiologie Schweinfurt, darunter acht Fachärzte und zwei Weiterbildungsassistenten. Zwei radiologische Stellen sind derzeit noch vakant.

„Unser Ziel ist es, den radiologischen Standort weiter auszubauen und die bestmögliche Versorgung für die Region sicherzustellen“, so Dr. Harder. „Das neue CT ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“ Im Zuge der geplanten Krankenhausreform, die eine 24-Stunden-Verfügbarkeit der CT-Diagnostik vorsieht, ist die Radiologie Schweinfurt damit bestens aufgestellt. Die enge Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus St. Josef bleibt dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor – im Sinne einer modernen, schnellen und patientenorientierten Medizin.

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