Der Traum von den ersten Olympschen Spielen an gleicher Stätte soll in München wahr werden
München (red). Legendäre Fußballspiele, große Konzerte und ein Panoramablick bis in die Alpen: Das Münchner Olympiastadion bietet seit Jahrzehnten unvergessliche Momente. Es vereint Baukunst und Emotionen – und zieht Besucher aus aller Welt an. Geradezu visionär ist die Vorstellung nachhaltig nach über 60 Jahren an gleicher Stelle erneut Olympische Spiele abzuhalten. Das gab es noch nie und soll ein Zeichen setzen für mehr Nachhaltigkeit. Dies weil viele olympische Spielstätte heute vor sich hingammeln.
Damit das Olympiastadion eiter auf der Höhe der Zeit bleibt, sind jetzt vom Unternehmen „fischer“ kleine, unscheinbare Helfer eingebaut worden: Schrauben in der Dachkonstruktion, die ihre Sicherheit selbst digital überwachen.
Seit den Olympischen Spielen 1972 prägt das Stadion das Stadtbild Münchens. Ein Eyecatcher ist das weltberühmte Zeltdach – eine filigrane Stahlkonstruktion, die rund 78.000 Quadratmeter des Stadionareals und etwa die Hälfte des Stadions überdeckt. In luftiger Höhe bis zu 50 Metern über dem Spielfeld können Besucher auf Stegen das Dach begehen. Mit Blick über München, hinab auf das Spielfeld und bei klarem Wetter bis in die Alpen. Für Adrenalin-Fans gibt es zusätzlich den „Flying Fox“, eine rund 200 Meter lange Seilrutsche, die in etwa 35 Metern Höhe quer über den Stadionrasen führt.
Bei all diesen Attraktionen gilt: Sicherheit hat oberste Priorität. Die Stadtwerke München haben daher vorhandene Verschraubungen der in das Dach integrierten Besucherplattform durch sogenannte SensorBolts des Unternehmens fischer ergänzt. Diese hochfesten Schrauben sind mit Sensoren ausgestattet, die kontinuierlich messen, wie stark die Bauteile zusammenhalten und welchen Temperaturen sowie Umwelteinflüssen sie ausgesetzt sind. Die Daten werden automatisch an ein zentrales System übertragen. Von dort können sie immer und überall auf dem Smartphone sowie PC abgerufen werden.
„Was früher nur mit regelmäßigen Prüfungen und hohem Aufwand möglich war, lässt sich heute dauerhaft und digital abwickeln“, sagt Martin Neumann, Abteilungsleiter Connected Products bei der Unternehmensgruppe fischer. „Betreiber erfahren in Echtzeit, ob alles sicher ist – ohne aufwendige Kontrollen vor Ort. So lassen sich Wartung und Instandhaltung gezielter planen, Ausfallzeiten reduzieren, Kosten senken, Sicherheitsstandards weiter erhöhen und die Nutzungsdauer von Bauwerken und Anlagen verlängern.“
Andere Verbindungselemente mit Sensorik gibt es auch. Das Olympiastadion ist dabei nur eines von mehreren Projekten. Die Technologie kommt bereits in Freizeitattraktionen, wie der „blue fire Megacoaster“ im Europa-Park zum Einsatz. Aber aich in Offshore-Windparks sowie vielen weiteren Bauwerken und Anlagen. Mit dieser Technik soll der Traum von Olympia weiter leben. Eine Bewerbung für 2026, 2040 oder 2044 wurde von den Münchener Bürgern bei einem Bürgerentscheid befürwortet.

