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Metropol Revival Blaulichtparty – Feuerwehr Bischwind: 150 Jahre – und kein bisschen leise – DJ Jim Knopf und Herry erinnern sich

Die Kult-DJs DJ Jim Knopf und Ebbi kehren mit der Metropol-Revival-Party anlässlich der 150-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Bischwind zurück. Das Foto zeigt die beiden im Metropol auf einer Archivaufnahme von 1991. Foto: DJ Jim Knopf

Metropol Revival Blaulichtparty

Bischwind (red). 150 Jahre – und kein bisschen leise: So könnte man die Metropol Revival Blaulichtparty in Bischwind auch überschreiben. Die Freiwillige Feuerwehr Bischwind feiert ein besonderes Jubiläum: 150 Jahre Einsatz, Engagement und Gemeinschaft – und das mit einer legendären Party, die ihresgleichen sucht!

Am Freitag, den 20. September, verwandelt sich die Maschinenhalle auf der Kapellenhöhe 6 in Bischwind in einen echten Party-Hotspot: Metropol Revival – die Blaulichtparty ist zurück! Unter dem Motto „150 Jahre – Blaulicht, Beats & Begeisterung“ wird die Nacht zum Tag gemacht.

Für den richtigen Sound sorgen keine Geringeren als DJ Jim Knopf & DJ Ebbi, die mit Klassikern und aktuellen Beats für durchgehend volle Tanzflächen garantieren. Das Ambiente der neuen Maschinenhalle, kombiniert mit modernen Lichteffekten und sattem Sound, sorgt für ein unvergessliches Partyerlebnis.

🎉 Einlass ist ab 20 Uhr

🎟️ Vorverkauf: 5 €, Abendkasse: 6 €

🛒 Karten gibt’s bei der Tourist-Information Gerolzhofen, DJ Jim Knopf und an der Tankstelle Hellmann in Michelau.

Ob Feuerwehrfan, Partyfreund oder einfach nur auf der Suche nach einem unvergesslichen Abend – diese Blaulichtparty sollte man nicht verpassen!  

Das Metropol ist für viele Besucher unvergessen

Gerolzhofen (red). Am Samstag, den 20. September, steht Bischwind ganz im Zeichen der Erinnerung – bei der Metropol Revival Party wird die gute, alte Zeit wieder lebendig. Viele ehemalige Gäste und Wegbegleiter des legendären Metropol in Gerolzhofen haben sich angekündigt, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, alte Geschichten auszutauschen und eine Ära zu feiern, die weit über die Region hinaus Strahlkraft hatte.

Gegründet wurde das Metropol im Jahr 1980 im neu entstandenen Gewerbegebiet von Gerolzhofen – in einem Gebäude, das zuvor als Mohrenkopf-Fabrik genutzt wurde. Die Idee und erste Geschäftsführung übernahmen Udo und Herry Weinkauf, die mit Gespür für Trends und einem offenen Ohr für junge Menschen ein echtes Disco-Highlight etablierten.

Bereits zur Eröffnung gab sich kein Geringerer als Wolfgang Petry die Ehre. Als bei seinem Auftritt die Hauptstromsicherung ausfiel, griff er kurzerhand zur Akustikgitarre aus dem Auto – der Beginn eines unvergesslichen Abends. Petry wurde später zum Superstar, kam aber dennoch immer wieder gerne auf einen Besuch vorbei.

Gespür für Trends und einem offenen Ohr für junge Menschen 

Das Metropol wurde zur Bühne für nationale und internationale Stars: Gus Backus, frisch aus den USA zurückgekehrt, wagte hier sein Comeback. Helga Feddersen, die humorvolle Partnerin von Dieter Hallervorden, sang ihren Kult-Hit „Du, die Wanne ist voll“. Namen wie Roland Kaiser, Münchener Freiheit, Nicky, Nino de Angelo, Bata Illic und Roy Black zierten das Line-Up des Hauses. „Roy Black war menschlich ein sehr angenehmer Typ“, erinnert sich Herry Weinkauf mit einem Lächeln.

Doch nicht nur musikalisch setzte das Metropol Maßstäbe. Mit originellen Veranstaltungsideen sorgte die Diskothek für immer neue Überraschungen. So brachte Weinkauf aus dem Skiurlaub die „Groschen-Party“ mit: Das erste Getränk kostete 3 Mark, das zweite 2 Mark, das dritte nur noch 1 Mark – bis hin zum symbolischen „Groschen“. Es folgten Highlights wie die Doppeldecker-Party, die beliebte Ü30-Party sowie die Ibiza-Hits-Nächte im Sommer.

In gemeinsamen Brainstorming-Runden mit DJs und dem Team entstanden kuriose Aktionen – darunter etwa die Idee, dass derjenige 100 Mark gewinnt, der seine Großmutter im Schubkarren in die Disco fährt. Auch die aus Österreich inspirierte „Rüscherl-Time“ wurde zum Kult. Zu Fasching und Silvester war das Metropol stets ausverkauft – insbesondere das Männerballett sorgte für Lachtränen.

Einmal jährlich wurde die Miss Metropol gekürt – mit Jury-Beteiligung lokaler Prominenz. Schon um 20 Uhr war der Laden voll – „Vorglühen“ kannte man damals noch nicht. Und wenn offiziell Schluss war, ging es inoffiziell oft noch weiter. Die Polizei kontrollierte damals persönlich die Einhaltung der Sperrstunde. An fünf Tagen pro Woche war geöffnet – von Mittwoch bis Sonntag. Es war ein zweites Zuhause für viele, ein Ort der Begegnung, des Feierns und der Freundschaften.

Kampagne „Sei schlau – sei fahr nicht blau“

Auch gesellschaftlich engagierte sich das Metropol: Beim bundesweiten Wettbewerb zur Prävention von Alkoholunfällen errang die Diskothek den zweiten Platz – mit der Kampagne „Sei schlau – sei fahr nicht blau“. Die Auszeichnung wurde in Düsseldorf von keiner Geringeren als Nena überreicht, die damals gerade mit „99 Luftballons“ durchstartete. Bemerkenswert war auch das Engagement für die „Metropol-Schule“ im afrikanischen Benin. Gäste haben dafür gespendet und mit der Aufrundung durch das Personal kamen 10.000 Euro zusammen.

Heute blicken DJ Jim Knopf und Herry Weinkauf mit Stolz und Wehmut auf diese bewegte Zeit zurück. Der alte Trick – erst für Stimmung sorgen, dann kurz die Luft rausnehmen, damit der Tresen angesteuert wird – funktioniert heute noch genauso.

Die Metropol Revival Party ist deshalb nicht nur ein Fest für Nostalgiker, sondern eine Hommage an eine Zeit, in der die Disko noch König war – und das Metropol seine um weiten Umkreis glänzendste Krone. M

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