Main-Klinik Ochsenfurt sorgt weiter für Gesprächsstoff

MdL Björn Jungbauer von der CSU stellte mit der Pressemitteilung zur Main-Klinik Ochsenfurt einiges klar (Foto aus 2023: Christian Klippel)

CSU-Kreistagsfraktion: Stellungnahme zur geplanten Klinikfusion in Unterfranken

Ochsenfurt/Kitzingen, 25. Juli 2025 – In Reaktion auf die Berichterstattung einer lokalen Tageszeitung vom 22. Juli 2025 nimmt die CSU-Kreistagsfraktion Stellung zur geplanten Fusion der Klinik Kitzinger Land mit der Main-Klinik Ochsenfurt:

Am 19. Mai haben die Kreistage von Würzburg und Kitzingen die Fusion beider Kliniken mit breiter Mehrheit beschlossen – lediglich eine Gegenstimme wurde aus Kitzingen verzeichnet. Zuvor fanden zahlreiche Gremiensitzungen, Informationsveranstaltungen und Gespräche mit Experten statt.

„Aktuell können noch nicht alle Fragen vollständig beantwortet werden“, erklärt Fraktionsvorsitzender Björn Jungbauer. „Verwaltung, KU-Experten und externe Berater haben mehrfach betont, dass sich manche Auswirkungen erst im laufenden Prozess konkretisieren lassen.“

Strukturreform mit Auswirkungen – aber keine Gefährdung

In Arbeitsgruppen werden derzeit die Prozesse analysiert, Szenarien entwickelt und Entscheidungen vorbereitet. Ein zentraler Punkt sei die Überführung der Main-Klinik GmbH in ein neues Kommunalunternehmen, so Bezirksrätin Rosa Behon, Mitglied im Aufsichtsrat der Main-Klinik.

Eine umfangreiche Due-Diligence-Prüfung durch eine Anwaltskanzlei hat auf 146 Seiten zahlreiche strukturelle Herausforderungen aufgezeigt. Für die CSU ist klar: Strukturfragen haben Vorrang vor Personalfragen.

„Deshalb halten wir eine Debatte über die Besetzung von Vorstandspositionen zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht“, betont Thomas Haaf, Fraktionsgeschäftsführer und Verwaltungsratsmitglied.

Fokus auf medizinischer Versorgung in Ochsenfurt

Für die CSU-Kreistagsfraktion steht die langfristige Sicherung der medizinischen Versorgung in Ochsenfurt an erster Stelle.

„Die Fusion ist aus unserer Sicht die einzige tragfähige Lösung für den Erhalt einer Klinik mit Akut- und Notfallversorgung vor Ort“, so Jungbauer. „Wer die Fusion ablehnt, sollte auch beantworten können, wie die Main-Klinik ohne diesen Zusammenschluss überleben soll.“

Die geplanten Schritte wurden bereits in mehreren Sitzungen thematisiert – etwa im Verwaltungsrat des KU am 25. Mai und im Aufsichtsrat der Main-Klinik am 16. Juli. Zudem stand das Thema auf der Tagesordnung der Ältestenratssitzung am 14. Juli.

Kritik an der kurzfristigen Forderung nach einer Sondersitzung des Kreisausschusses sei deshalb aus Sicht der CSU nicht nachvollziehbar.

Markus Schenk, ebenfalls Mitglied im Verwaltungsrat, erklärt: „Dass drei der vier Antragsteller der Sondersitzung an der Infoveranstaltung im Landratsamt Kitzingen am 27. Juni nicht teilgenommen haben, ist bedauerlich. Für mich wurde dort erneut deutlich: An der Fusion führt kein Weg vorbei.“

CSU-Fraktion ruft zu Sachlichkeit auf

Die CSU-Kreistagsfraktion kündigt an, den Fusionsprozess konstruktiv, aktiv und im Interesse der Mitarbeitenden zu begleiten. Öffentliche Vorwürfe hält die Fraktion für kontraproduktiv.

„Vertrauen und Sicherheit sind entscheidend für das Gelingen dieser Fusion“, so Jungbauer. Dies gelte auch im Hinblick auf die Kommunalwahl am 8. März 2026.

Die CSU-Fraktion kritisiert außerdem den Versuch, die Fusion mit den Wahlen in Verbindung zu bringen:

„Wir lehnen es ab, die medizinische Versorgung von Wahltagen oder politischen Mehrheiten abhängig zu machen“, so Markus Schenk abschließend.

Hinweis: Der Artikel wurde mithilfe von KI für die Lesbarkeit optimiert.

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