Karateka der TG Schweinfurt belohnt sich bei Deutscher Meisterschaft.
Großer Erfolg für die Karate-Abteilung der TG Schweinfurt: Bei den Deutschen Meisterschaften der Leistungsklasse sicherte sich Hanna Rostiahai die Bronzemedaille im Kumite in der Klasse über 68 Kilogramm. In einem hochklassig besetzten Teilnehmerfeld mit Athletinnen aus 134 Vereinen, die sich zuvor über die Landesmeisterschaften qualifizieren mussten, setzte sie sich eindrucksvoll durch.
Für die 21-Jährige ist der Podestplatz der verdiente Lohn einer kontinuierlichen Entwicklung über mehrere Jahre. Bereits 2025 hatte sie eine Medaille nur knapp verpasst und unterlag beim Stand von 1:1 Punkten erst durch Kampfrichterentscheid. Auch im Vorjahr musste sie sich noch ihrer Landeskaderkollegin Charlotte Rühlmann geschlagen geben. Diesmal behielt sie im kleinen Finale gegen die Bundeskaderathletin die Nerven und überzeugte mit taktischer Disziplin.
Spannende Wettkampfrunden
Im Turnierverlauf unterlag Rostiahai zunächst der späteren Siegerin Dalia Dawoud aus Erfurt, die erst im Februar bei der Europameisterschaft auf Zypern angetreten war. Über die Trostrunde kämpfte sie sich jedoch zurück ins Medaillenrennen und bewies dort große Moral. In einem intensiven Duell setzte sie sich mit 6:4 gegen ihre Kontrahentin aus Duisburg durch.
Mit Bronze gewann Rostiahai ihre erste Einzelmedaille bei einer Deutschen Meisterschaft, nachdem sie bereits 2024 Team-Gold in der U21 geholt hatte. Damit tritt sie auch ein Stück weit in die Fußstapfen ihrer Schwester Helena, die bereits zweimal Bronze auf nationaler Ebene gewinnen konnte, aktuell jedoch verletzungsbedingt pausieren muss.
Trainer der TG Schweinfurt zufrieden mit den Leistungen
Ebenfalls am Start war Rawan Khaled, die erstmals auf diesem Niveau antrat. Sie zeigte engagierte Leistungen, konnte ihre Trainingsform im Wettkampf jedoch noch nicht vollständig abrufen.
Trainer Thomas Zatloukal zeigte sich erleichtert: „Der Knoten ist endlich geplatzt. Hanna hat sich diesen Erfolg absolut verdient.“ Auch Abteilungsleiter Martin Schleyer lobte den Auftritt: „Wir sind stolz, bei einer Deutschen Meisterschaft auf diesem Niveau mithalten und immer wieder Podestplätze erreichen zu können.“

