Am Samstag, 17. Januar, um 14 Uhr lädt die Kunsthalle Schweinfurt zu einer Kuratorenführung durch die aktuelle Ausstellung „Herbert Zangs und Hubert Berke. Die Realität ist das Fantasische“ ein. Kuratorin Maren Jensen gibt Einblicke in Leben, Werk und Arbeitsweise des Künstlers Herbert Zangs. Die Teilnahme kostet 10 Euro inklusive Eintritt.
Die Ausstellung ist noch bis 8. Februar zu sehen und setzt den Fokus der Kunsthalle auf die Vielfalt informeller Tendenzen der deutschen Nachkriegskunst fort. Im Mittelpunkt stehen zwei herausragende Künstlerpersönlichkeiten, deren Arbeiten zwischen Abstraktion, Materialkunst und konzeptueller Experimentierfreude angesiedelt sind.
Herbert Zangs (1924–2003) gilt als einer der eigenwilligsten Vertreter der deutschen Avantgarde nach 1945. Mit Collagen, Materialassemblagen und bearbeiteten Fundobjekten erweiterte er früh den Bildbegriff. Bekannt wurde er unter anderem durch seine „Verweißungen“ von Alltagsgegenständen sowie durch Werkgruppen wie die Faltungen, Scheibenwischerbilder oder seine Anti-Bücher, mit denen er 1977 auf der documenta 6 vertreten war.
Im Dialog dazu stehen objekthafte Arbeiten von Hubert Berke (1908–1979). Seine aus Schrott, Werkzeugresten und Fundobjekten gefertigten Skulpturen und Assemblagen zeichnen sich durch subversiven Humor und eine fantasievolle, teils gesellschaftskritische Bildsprache aus.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Gegensätze wie Reduktion und Überschuss, Ernst und Ironie als produktive Spannungsfelder der deutschen Nachkriegskunst zu entdecken.
Öffnungszeiten: Di–So 11–17 Uhr, Do bis 20 Uhr, jeder erste Donnerstag im Monat freier Eintritt.

