Katholische Erwachsenenbildung in Schweinfurt lädt zu Künstlerbegegnung ein!

Foto: Kath. Erwachsenenbildung

Die Künstlerbegegnung Schweinfurt 2026 findet am 17. April statt. Die Katholische Erwachsenenbildung lädt zur Veranstaltung „ErlebnisKunst“ mit Björn Hauschild ein.

Seine Werke strahlen eine unglaubliche Energie aus. „Wow, welche Power!” Das hört Björn Hauschild oft. Woher er diese Energie gewinnt? „Gott wirkt mit”, sagt der Künstler aus Eisingen bei Würzburg, dessen Werke gerade im Schweinfurter +plus.punkt zu sehen sind. Am 17. April lädt die Katholische Erwachsenenbildung von 18 bis 19.30 Uhr ein, sich unter der Überschrift „ErlebnisKunst” Björn Hauschilds Bildern in Anwesenheit des Künstlers mit allen Sinnen zu nähern. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Glaube als künstlerische Kraftquelle

Um seine Werke zu kreieren, benötigt Björn Hauschild alle zehn Finger seiner Hände, er benötigt viel Material, Farbe und jene Kraft, die, wie er sagt, nicht nur er in sein Schaffen hineinsetzt: „In diesem Akt ist auch Gott.” Durch seine künstlerische Tätigkeit erfährt der Eisinger leibhaftig, dass da etwas wirkt, was stärker ist als er. „Ich selbst gehe oft kraftlos ins Atelier”, erzählt er mit einer Ehrlichkeit, die man so aus der Kunstszene nicht kennt. Sein „Offenes Visier“, wie er es selbst nennt, macht nicht nur seine Kunst spannend. Sie macht vor allem ihn als Menschen außergewöhnlich interessant.

Hoffnung, Passionszeit und das Motiv „Phönix“

Wer Christ ist, meint er, darf auf eine bessere Zukunft hoffen. Etwas, was dieser Tage wichtiger denn je ist. Die im +plus.punkt präsentierte Werkschau erzählt genau davon. Anlässlich der Passionszeit sind zum einen Werke zum Thema „Kreuzweg” zu sehen. Nach Ostern jedoch rücken jene Bilder in den Vordergrund, die um das Motto „Phönix” kreisen.

Phönix ist bekanntlich jener Vogel, der aus der Asche aufsteigt. Diese Metapher ist für Björn Hauschild von großer Bedeutung. Phönix ist für ihn das, was es dem Menschen, der von einem Unvermögen ins andere taumelt, ermöglicht, sich immer wieder neu zu erfinden. Und sich aus Zerschlagenem neu zusammenzusetzen.

Arbeitsweise zwischen Zufall und Kontrolle

Ehrlich ist Björn Hauschild nicht zuletzt insofern, als er frank und frei Informationen darüber gibt, wie seine magisch wirkenden Bilder entstehen. Er berichtet davon, dass er die Werke in eine „Malwanne” legt und sie mit Farbe begießt. Oder dass er sich von Strukturen in seiner Umgebung inspirieren lässt: Steine, Risse, zertretene Pflanzenteile.

Diese Strukturen sind oder scheinen zufällig entstanden. Und so zufällig treten sie in seinen Bildern auf: „Doch dann kann es sein, dass ich mit dem Zufall nicht zufrieden bin”, sagt der Künstler und lacht. Spritzer zum Beispiel müssen die richtige Länge haben. Die richtige Dichte. Wie Don Quichotte kämpft Björn Hauschild mitunter gegen den Zufall an.

Kunst, Glaube und gesellschaftliches Engagement

Björn Hauschild ist kein Künstler, der seinem Affen „Kunst” ständig Zucker geben müsste, indem er über Kunst und nur über Kunst reden würde. Eigentlich, sagt er und lacht erneut, öden ihn Kunstgespräche an. Gespräche über den Glauben, über das, was der Glaube bedeutet, für ihn, für andere, das ist es, was ihn in der Begegnung mit Menschen reizt.

„Für mich selbst bedeutet der Glaube, dass ich mich politisch und sozial engagieren möchte, ich will nicht einfach nur ein schönes Leben haben”, sagt er. Björn Hauschild schummelt sich nicht an bedrückenden Themen vorbei. Er setzt sich aus. Er setzt sich ein. Was er dabei erlebt, verarbeitet er in seinen Werken.

Verletzlichkeit, Erfahrung und künstlerischer Ausdruck

Künstler sind besonders anfällig für das, was ungut ist, sie nehmen Störungen noch viel sensibler wahr als ihre Zeitgenossen, sind weniger widerstandsfähig. Sonst müssten sie wohl auch nicht zum Pinsel greifen. Müssten nicht nach Symbolen suchen, die helfen, das auszudrücken, was schrecklich ist.

Schicksalsschläge im eigenen Leben. Schlimme Schicksale in der Welt. Im Winter erst hatte Björn Hauschild einen Schicksalsschlag zu verkraften. Hieraus entstand ein berührendes Werk, das ein blutiges, zerrissenes Herz zeigt. Und gleichzeitig von Hoffnung erzählt.

Erfahrung als Grundlage seiner Kunst

Es ist ein Unterschied, ob eine Erkenntnis auf Erfahrung beruht oder ob sie, so ein philosophischer Ausdruck, apriori gewonnen ist. Ohne konkrete Erlebnisse. Björn Hauschilds energiegeladene Werke entstehen stets aus Erfahrungen heraus, sie leben von seinen Erfahrungen, drücken existenzielle menschliche Erfahrungen aus.

Dass der Künstler auch noch bereit ist, über diese Erfahrungen zu sprechen, über sein Ringen mit dem Glauben, dem Ringen mit sich selbst, dem Ringen mit dem Material, macht eine Begegnung mit ihm zu etwas Unvergesslichem. Wer kann, sollte sich den 17. April nicht entgehen lassen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter:
https://www.keb-schweinfurt.de/kuferweb/webbasys/index.php?kathaupt=11&knr=26-SW-032&kursname=ErlebnisKunst

Anmeldung unter: info@keb-schweinfurt.de / 09721-702531

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