```

Töpper und Hofmann: Landrat bleiben, Oberbürgermeisteramt zurückerobern!

Ob-Kandidat Ralf Hofmann beim Jahresempfang der SPD Schweinfurt Stadt und Land in Schonungen (Foto: Christian Klippel)

Sozialdemokraten setzen auf Geschlossenheit im Wahlkampfendspurt

(CK)Mit Zuversicht, aber auch mit spürbarer Zurückhaltung haben sich die Schweinfurter Sozialdemokraten bei ihrem Jahresempfang auf die entscheidende Phase des Wahlkampfs eingestimmt. Die Veranstaltung in der Alten Kirche in Schonungen stand ganz im Zeichen der Geschlossenheit und der Mobilisierung für die letzten beiden Wochen vor der Wahl.

Inhaltlich formulierte die SPD ihre Ziele klar: Die bestehende Mehrheit im Landkreis soll weiter gefestigt und das Amt des Oberbürgermeisters in Schweinfurt zurückgewonnen werden. Zugleich wurde mehrfach betont, dass Wahlerfolge nicht als Selbstverständlichkeit betrachtet werden dürften. Zwar nehme man aus vielen Gesprächen im Landkreis eine positive Stimmung mit, dennoch sei Demut vor dem Wahlausgang angebracht.

Seit Mitte letzten Jahres im Wahlkampf

Der Schweinfurter OB-Kandidat Ralf Hofmann sprach von einem intensiven und zugleich motivierenden Wahlkampf. Die Begegnungen mit Bürgerinnen und Bürgern vermittelten ein differenziertes Bild der Stadt und des Landkreises, das sich deutlich von der oft zugespitzten Darstellung in sozialen Medien unterscheide. Optimismus sei berechtigt, müsse jedoch von Verantwortung begleitet werden.

Kritische Töne wurden ebenfalls angeschlagen. Anlass waren jüngste Wahlkampfäußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der öffentlich für CSU-Kandidaten geworben und dabei die Zuweisung möglicher Fördermittel einer gewissen Parteizugehörigkeit angesprochen hatte. Hofmann warnte davor, politische Entscheidungen an Parteibücher zu knüpfen. Maßgeblich seien Einsatz, Fachkenntnis und Gestaltungswille – nicht parteipolitische Loyalität. Aussagen, die einen anderen Eindruck erweckten, schadeten dem Vertrauen in demokratische Prozesse.

Töpper: Politik für alle in der Gesellschaft

Landrat Florian Töpper rückte in seiner Rede die Kandidatenlisten der SPD in den Mittelpunkt. Diese stünden für Vielfalt und spiegelten unterschiedliche Lebensrealitäten wider. Ziel sei es, Politik für alle gesellschaftlichen Gruppen zu gestalten und nicht in abgeschlossenen Milieus zu verharren. Kommunalpolitik trage eine besondere Verantwortung dafür, dass Lebenswege gelingen könnten.

Mit Blick auf die finanzielle Lage vieler Städte und Gemeinden verwies Töpper auf strukturelle Herausforderungen, betonte jedoch zugleich die Handlungsfähigkeit des Landkreises. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen seien Investitionen in zentrale Bereiche wie Bildung, Gesundheit und Daseinsvorsorge möglich gewesen.

Martina Braum lobt die Geschlossenheit aller im Team

Besonderer Dank galt dem Organisationsteam um die Kreisvorsitzende Martina Braum sowie den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sei ein wichtiges Zeichen für eine lebendige Demokratie. Braum rief dazu auf, in den verbleibenden Wochen geschlossen aufzutreten und sich klar gegen Spaltung und Hetze zu positionieren.

Mit diesem Signal der Einigkeit wollen die Sozialdemokraten geschlossen in den Wahlkampfendspurt gehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert