Grafenrheinfeld. Es ist ein außergewöhnlicher Meilenstein und wird in der Kampfkunst Karate selten erreicht: der 8. Dan. Am 19. September erlangte der gebürtige Grettstädter Bernhard Frankl den achten Meistergrad (schwarzen Gürtel) in der Stilrichtung Shotokan-Karate. Die Prüfung fand im Baden-Württembergischen Bietigheim-Bissingen statt.
„Ich konnte alles abrufen, was verlangt worden war. Bin körperlich durch, aber glücklich“, so der 66-Jährige nach seiner bestandenen Prüfung. Fünf Jahre bereitete er sich darauf vor. Neben anspruchsvoller Karate-Praxis enthalte die Prüfung auch die Erstellung schriftlicher Unterlagen nach strengen Bewertungskriterien. Außerdem müsse man eine langjährige Lehrerfahrung und ein besonderes Engagement für den Verband bzw. die Karate-Stilrichtung nachweisen können. „Nicht jeder Karateka erhält die Zulassung zu dieser hohen Dan-Prüfung, weil viele die Kriterien nicht (mehr) erfüllen“, weiß Frankl.
Die Prüfung führte der Prüfungsausschuss des Deutschen Karate-Verbandes im Rahmen des neunten Shotokan-Tages im Deutschen Karate Verband durch. Als Partner im Kumite stand ihm Thüringens Landestrainer Hans-Nikolaus „Klaus“ Bitsch – gleichgesinnter Karatekämpfer alter Schule – gegenüber. „Wir haben das beide genossen und uns nichts geschenkt“, schmunzelte Frankl, der auf fast 50 Jahre aktives Training und technischem Können im Karate zurück blicken kann.
Frankl ist Mitgründer und Karatelehrer des Karate-Dojo Haragei im TSV Grafenrheinfeld, der 2015 gegründet wurde. Seit 40 Jahren steht der Diplomtrainer an der Spitze der Trainingsgruppen und ist seit 2023 Bezirksvorsitzender für Unterfranken im Bayerischen Karate Bund. Mit seiner jahrzehntelangen Leidenschaft für „seinen Sport“ ist er Vorbild und Mentor für viele Trainierende in allen Generationen. „Ich lebe die Grundsätze des Karate: Das ständige Streben nach Verbesserung in allen Bereichen.“ Die Vereinsmitglieder und Vorstand Harald Weth des Karate-Dojo Haragei gratulieren ihrem „Sensei“ sehr herzlich.

