Politischer Ascherdonnerstag der Grünen in Oberwerrn.
Klarer Kurs mit Führungsanspruch im Schweinfurter Rathaus
(CK)Kein deftiges Essen, sondern ein klassisches grünes „Mitbring“-Buffet, volle Reihen und gespannte Aufmerksamkeit: Der politische Ascherdonnerstag der Grünen in Oberwerrn vereinte kommunale Bodenhaftung, landespolitische Zuspitzung und spürbare Wahlkampfenergie.
Auftakt mit Blick auf die Kommunen
Eröffnet wurde der Abend von Bettina Bärmann, Erster Bürgermeisterin von Niederwerrn. In Richtung der anwesenden Landtagsfraktionsvorsitzenden Katharina Schulze formulierte sie klare Erwartungen an die Landespolitik: verlässliche Rahmenbedingungen und mehr Unterstützung für die Kommunen.
Grüne Kandidatin setzt lokale Akzente
Anschließend stellte sich Kathrin Tröster vor. Sie warb für frischen Wind im Rathaus, transparente Bürgerbeteiligung und eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde. Damit setzte sie den kommunalen Schwerpunkt des Abends.
OB-Kandidat Laschka: „Wer sind wir denn?“
Der Schweinfurter OB-Kandidat Holger Laschka verband Humor mit klarer politischer Positionierung. Den stärksten Applaus erhielt er mit seiner mehrfach wiederholten Frage „Wer sind wir denn?“, mit der er sich deutlich gegen Überlegungen aussprach, im OB-Wahlkampf auf einen eigenen grünen Kandidaten zu verzichten. Die Grünen müssten sichtbar bleiben und den Politikwechsel in Schweinfurt aktiv mitgestalten.
Auch seine augenzwinkernde Kritik an Wahlkampfbriefen des scheidenden Oberbürgermeisters Sebastian Remelé sorgte für Lacher und Zustimmung im Saal. Insgesamt präsentierte sich Laschka kämpferisch, aber sachlich und respektvoll.
Katharina Schulze mit landespolitischer Zuspitzung
Mit Spannung erwartet, lieferte Katharina Schulze genau das, was das Publikum erwartete: einen pointierten Rundumschlag gegen die Politik von Markus Söder und dessen Staatsregierung. „Ihr wollt Aschermittwochs Inhalte? Ihr kriegt Aschermittwochs Inhalte!“, leitete sie ihre Rede ein.
Besonders großen Beifall erhielt ihr Plädoyer für mehr Frauen in Spitzenämtern. Ihr Vergleich, dass es in Bayern inzwischen mehr Oberbürgermeisterinnen und Landrätinnen gebe als Männer mit dem Vornamen „Thomas“, sorgte für Lacher – und transportierte zugleich eine klare politische Botschaft.
Geschlossen in den Wahlkampf
Der Ascherdonnerstag machte deutlich: Die Grünen gehen geschlossen in die kommenden Wochen – mit kommunalen Kandidatinnen und Kandidaten, landespolitischem Rückenwind und dem Anspruch, Niederwerrn und Schweinfurt aktiv mitzugestalten.
Mehr als bloße Ritualpflege wurde der Abend zur Bühne für Selbstverständnis, Geschlossenheit und einen Wahlkampfslogan, der hängen blieb: „Wer sind wir denn?“

