Hohe Waldbrandgefahr in Unterfranken: Regierung ordnet Luftbeobachtung an

Solche Flugzeuge werden zur Beobachtung eingesetzt (Foto: Christian Klippel)

Vorsorgliche Maßnahme am Wochenende

Wegen einer erneuten Hitzewelle mit lang anhaltendem Sonnenschein und sehr hohen Temperaturen hat die Regierung von Unterfranken für Samstag, 11. Juli, und Sonntag, 12. Juli 2026, erneut die vorsorgliche Luftbeobachtung zur Waldbrandbekämpfung angeordnet. Die Maßnahme gilt für den gesamten Regierungsbezirk.

Brandgefahr auch auf offenen Flächen

Nach Einschätzung der Behörden besteht nicht nur in den Wäldern hohe Waldbrandgefahr. Gefährdet sind auch offene, unbeschattete Flächen mit trockenem, abgestorbenem Gras und ohne grünen Unterwuchs.

Da am Wochenende voraussichtlich viele Ausflügler in Wald und Flur unterwegs sind, steigt das Risiko, dass Brände entstehen.

Appell an die Bevölkerung

Die Regierung bittet die Bevölkerung dringend, in Waldgebieten besonders vorsichtig zu sein.

Offenes Feuer und Rauchen vermeiden

In Wäldern sollte keinesfalls mit offenem Feuer hantiert oder geraucht werden. Schon kleine Funken können bei der aktuellen Trockenheit einen Brand auslösen.

Luftbeobachtung in den Nachmittagsstunden

Die Überwachungsflüge finden jeweils am Nachmittag statt, wenn die Waldbrandgefahr am größten ist. In Unterfranken werden zwei Routen beflogen.

Westroute

Die Flugzeuge der Westroute starten von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt.

Ostroute

Für die Ostroute werden die Flugplätze Schweinfurt-Süd und Haßfurt genutzt.

Weitere Aufgaben der Luftbeobachter

Die ausgebildeten Luftbeobachter achten während der Flüge nicht nur auf mögliche Waldbrände. Sie beobachten auch Hinweise auf Borkenkäferbefall. Zudem gehört die Verkehrsbeobachtung zu den Einsatzschwerpunkten.

Kosten und Organisation

Die Regierung von Unterfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds. Die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Luftrettungsstaffel Bayern gibt es unter lrst.de. Ergänzende Informationen zur Luftbeobachtung im Katastrophenschutz bietet die Regierung von Unterfranken auf ihrer Internetseite im Bereich „Aufgaben“ unter „Waldbrandüberwachung“.