Tyczka Hydrogen startet Bau der Wasserstofftankstelle – Produktion von grünem Wasserstoff in Planung
Mit dem symbolischen Spatenstich hat Tyczka Hydrogen den Bau einer neuen Wasserstofftankstelle im Hafen von Schweinfurt offiziell begonnen. Diese Tankstelle ist der erste sichtbare Schritt hin zu einem umfassenden Wasserstoff-Hub. Im weiteren Verlauf ist der Ausbau einer Produktionsanlage mit LKW-Abfüllzentrum für grünen Wasserstoff geplant.
Bei der feierlichen Zeremonie begrüßte Tyczka Hydrogen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unter den Ehrengästen war Tobias Gotthardt, MdL und Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Er bezeichnete das Projekt als wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung der Wasserstoff-Technologie. In Schweinfurt werde Wasserstoff nun erstmals praktisch genutzt, was entscheidend für die weitere Entwicklung sei. Zudem haben mehrere Speditionsunternehmen den Einsatz von wasserstoffbetriebenen LKW zugesagt, sodass die neue Anlage gut ausgelastet sein wird. Gotthardt betonte: „Der Wasserstoff-Hub ist das Herzstück einer regionalen, nachhaltigen Wertschöpfungskette und entspricht genau der Bayerischen Wasserstoffstrategie.“
Auch Sebastian Remelé, Oberbürgermeister von Schweinfurt, und Florian Töpper, Landrat des Landkreises Schweinfurt, unterstrichen die Bedeutung des Projekts für die regionale Transformation. Wasserstoff werde in Zukunft immer wichtiger, und die ganze Region profitiere von dieser nachhaltigen Energiequelle. Die Nähe zur Müllverbrennungsanlage ermöglicht zudem die Nutzung regenerativ erzeugten Stroms auf kurzem Wege. Remelé ergänzte: „Mit der Wasserstofftankstelle schaffen wir die notwendige Infrastruktur für den Einsatz wasserstoffbetriebener Fahrzeuge. Das ist ein entscheidender Standortvorteil – nicht nur für Schweinfurt, sondern für die gesamte Region.“
Die moderne Tankstelle wird rund um die Uhr (24/7) betrieben und kann täglich bis zu 1.000 Kilogramm grünen Wasserstoff an Fahrzeuge mit 350 oder 700 bar liefern. Sie eignet sich für alle wasserstoffbetriebenen Straßenfahrzeuge, insbesondere für Nutzfahrzeuge wie LKW, Busse und Müllsammelfahrzeuge. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützt das Projekt mit 2 Millionen Euro im Rahmen des bayerischen Tankstellenförderprogramms H2T. Insgesamt investiert Tyczka Hydrogen mehr als 20 Millionen Euro in den Standort Schweinfurt, inklusive Tankstelle, Produktionsanlage und Trailerflotte.
Die Lage im industriellen Umfeld des Schweinfurter Hafens mit guter Anbindung an Fernstraßen und vielfältigen Erweiterungsmöglichkeiten macht den Standort ideal für ein wachsendes Netzwerk von Wasserstofftankstellen für den Schwerlastverkehr. Für Tyczka Hydrogen ist es bereits die dritte eigene Wasserstofftankstelle, neben einer weiteren in Augsburg und einer Beteiligung an einer Station in Hofolding bei München.
Dr. Frank Götzelmann, CEO der Tyczka Gruppe, erklärt: „Der Spatenstich markiert den Beginn eines zukunftsweisenden Infrastrukturprojekts. Unsere Tankstelle wird ein wichtiger Baustein für die Wasserstoffmobilität in Deutschland. Parallel arbeiten wir an der Produktion von grünem Wasserstoff vor Ort. Mein Dank gilt dem Freistaat Bayern für die finanzielle Unterstützung.“
Der grüne Wasserstoff wird zunächst per Trailer angeliefert. Künftig soll er von einer Elektrolyseanlage direkt am Standort produziert werden. Diese wird im Rahmen des BayFELI-Programms mit 5 Millionen Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert.
Die Engineering- und Genehmigungsplanung läuft aktuell, die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant

