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Geburtshilfe am Leopoldina-Krankenhaus ist für die Region Main-Rhön gesichert

Geschäftsführer Jürgen Winter (hinten) und der kaufmännische Leiter Sebastian Güldner führ-ten die Gespräche mit den Hebammen Ramona Kühlmann (links) und Sandra Piede. Foto: Julia Schüler

Fortsetzung der Zusammenarbeit in der Geburtshilfe

Um die hervorragende und langjährige Zusammenarbeit in der Geburtshilfe fortzusetzen, haben die Geschäftsführung des Leopoldina-Krankenhauses und das Hebammenteam in engem Austausch eine gemeinsame Lösung gefunden.

Hintergrund: Beleghebammen-Modell

Wie in zahlreichen anderen bayerischen Krankenhäusern arbeiten die Hebammen am Leopoldina-Krankenhaus nach dem sogenannten Beleghebammen-Modell. In diesem Modell sind die Geburtshelferinnen nicht im Krankenhaus angestellt, sondern freiberuflich tätig.

Insgesamt betreuen die 22 Hebammen am Leopoldina-Krankenhaus durchschnittlich rund 1.700 Geburten pro Jahr. Die Abrechnung ihrer Leistungen erfolgt direkt mit den Krankenkassen.

Neuer Hebammenhilfevertrag und seine Auswirkungen

Seit dem 1. November 2025 gilt der neue Hebammenhilfevertrag. Die Auswirkungen dieses neuen Abrechnungsmodells sind für die Dienstbeleghebammen nach eigenen Angaben gravierend.

„Wir erleiden erhebliche finanzielle Einbußen, die die wirtschaftliche Grundlage unserer Arbeit massiv beeinträchtigen“, erklärt Ramona Kühlmann, leitende Hebamme des Schweinfurter Hebammenteams.

Stellungnahme der Krankenhausleitung

„Wir bedauern diese Entwicklung sehr“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Winter. „Die Zusammenarbeit mit den Hebammen funktioniert im Leopoldina-Krankenhaus seit Jahren für alle Beteiligten hervorragend. Unser Ziel ist es deshalb, auch zukünftig gemeinsam die Geburtshilfe in Schweinfurt zu organisieren und weiterzuentwickeln.“

Gemeinsame Lösungsansätze

In gemeinsamen Gesprächen zwischen der Geschäftsführung und dem Hebammenteam wurden verschiedene Lösungsansätze zur weiteren Zusammenarbeit diskutiert. Unter anderem bot das Leopoldina-Krankenhaus dem 22-köpfigen Hebammenteam eine Übernahme in eine Festanstellung an.

Um die aktuelle Dienst-Beleghebammentätigkeit bis auf Weiteres fortzuführen, wurde eine anteilige Vergütung der Bereitschafts- und Rufdienste im Kreißsaal vereinbart. Der Aufsichtsrat des Leopoldina-Krankenhauses hat diesem Vorgehen bereits zugestimmt.

Forderung nach Nachverhandlung auf Bundesebene

Unabhängig davon schließen sich das Leopoldina-Krankenhaus und das Hebammenteam den Forderungen nach einer Nachverhandlung des Hebammenhilfevertrages auf Bundesebene an.

Ziel müsse eine adäquate Honorierung ohne finanzielle Einbindung der Krankenhäuser sein. Die Vergütung über den Hebammenhilfevertrag solle dabei die Berufsrealität der Dienstbeleghebammen im Krankenhaus realistisch widerspiegeln und langfristige Planungssicherheit ermöglichen.

Verantwortung für die regionale Versorgung

„Trotz der nach wie vor bestehenden strukturellen Unterfinanzierung der Krankenhäuser sehen wir es als unseren Auftrag an, die Geburtshilfe in der Region wie gewohnt sicherzustellen“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Winter. „Deshalb stellen wir uns dieser Verantwortung und bemühen uns um konkrete Unterstützungsangebote, um sowohl unserem Hebammenteam als auch den werdenden Eltern Versorgungssicherheit zu geben.“

Positive Rückmeldung des Hebammenteams

Auch das Hebammenteam zeigt sich mit dem Gesprächsverlauf zufrieden. „Die Gespräche mit der Geschäftsführung des Leopoldina-Krankenhauses waren stets konstruktiv und wertschätzend“, fasst Sandra Piede zusammen. „Unser gemeinsames Ziel ist es, die stabile und qualitativ hochwertige Versorgung der werdenden Mütter am Leopoldina-Krankenhaus weiterhin aufrechtzuerhalten.“

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