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Freisprechungsfeier der Handwerksinnung im Theater der Stadt Schweinfurt – 69 Absolventen freigesprochen

Das Gruppenbild zeigt die Innungssieger mit (v. li): Jürgen Weth (stellv. Kreishandwerksmeister), Margit Rosentritt (Kreishandwerksmeisterin), Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Lorenz Herold (Fliesenleger), Fabian Weber (Schreiner), Dominik Schottroff (Maurer), Selina Englert (Bäckerei-Fachverkäuferin), Marie Michal (Kauffrau für Büromanagement), Mira Göbel (Friseurin), Fabian Müller (Elektrotechniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik), Dominik Werner (Maler- und Lackierer), Tino Fischer (Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik), Landrat Florian Töpper, Ludwig Paul (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer) und Walter Heußlein (Handwerkskammer-Präsident).

Das Gruppenbild zeigt die Innungssieger mit (v. li): Jürgen Weth (stellv. Kreishandwerksmeister), Margit Rosentritt (Kreishandwerksmeisterin), Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Lorenz Herold (Fliesenleger), Fabian Weber (Schreiner), Dominik Schottroff (Maurer), Selina Englert (Bäckerei-Fachverkäuferin), Marie Michal (Kauffrau für Büromanagement), Mira Göbel (Friseurin), Fabian Müller (Elektrotechniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik), Dominik Werner (Maler- und Lackierer), Tino Fischer (Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik), Landrat Florian Töpper, Ludwig Paul (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer) und Walter Heußlein (Handwerkskammer-Präsident). Foto: Wiener

69 Junghandwerker/-innen wurden im Rahmen einer entsprechenden Feierlichkeit im Theater der Stadt Schweinfurt freigesprochen. Stellvertretender Kreishandwerksmeister Jürgen Weth freute sich, neben den künftigen Gesellinnen und Gesellen auch die jeweiligen Obermeister, Firmeninhaber und Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüßen zu können. Dies zeige die große Wertschätzung für diese Berufe, aber auch die Wichtigkeit eines gut ausgebildeten Nachwuchses.

Kreishandwerksmeisterin Margit Rosentritt dankte auch den Lehrern, die es überhaupt erst ermöglichen, Ausbildungsreife zu schaffen. Sie zollte den ehemaligen Auszubildenden Respekt für ihren Mut und ihre Standhaftigkeit, eine Lehre „durchzuziehen“. Dies sei oft nicht einfach, falle dies doch oft in eine Zeit persönlicher Wandlungen und wird beeinflusst durch eine sich immer stärker wandelnde Gesellschaft. Manche würden unter dem Druck das Handtuch werfen, „doch Sie gehören nicht dazu!“, sagte Margit Rosentritt an die Absolventen gerichtet.

Vielmehr hätte diese jungen Menschen einen Wirtschaftsweg beschritten, der ihnen ihre eigene Zukunft sichert, der auch Träume wahr werden lässt. Und das Handwerk biete trotz des hohen Anspruchs nicht nur Einser-Schülern eine Perspektive, vielmehr arbeite es an der Entwicklung von jungen Menschen mit, denn manch einer benötigte eben etwas länger zur Persönlichkeitsentfaltung oder braucht einen anderen Umgang, als ihn die Schule vermittelt.

Auch auf das Thema Integration ausländischer Mitbürger ging die Kreishandwerksmeisterin ein. Es seien schließlich die Handwerker gewesen, die die „Walz“ ins Leben gerufen hätten. Dabei war es schon immer egal, woher einer kam, sondern es zählte nur wo er hin will. Und das sei auch heute noch so. Das Handwerk biete tüchtigen Menschen jeder Hautfarbe den sprichwörtlich „goldenen Boden“.

Oberbürgermeister Sebastian Remelé, der auch im Namen seines ebenfalls anwesenden Kollegen Landrat Florian Töpper die Grußworte für die Stadt und den Landkreis überbrachte, ging auf das moderne Ausbildungswesen ein, das viel Komfort biete gegenüber mittelalterlichen Zeiten, als Auszubildende an ihren Meister „Lehrgeld“ zahlen mussten. Heute hätten wir in Deutschland das wohl beste Ausbildungssystem der Welt, um das uns viele beneiden. Allen Absolventen bescheinigte er gute Weiterbschäftigungschancen und er verband dies mit der Bitte, „doch hier zu bleiben und Familien zu gründen“. Die Region Schweinfurt benötige auch im Hinblick auf Bevölkerungszahlen gut ausgebildete Fachkräfte mit Bezug zur Heimat. Und im Hinblick auf bevorstehende Kommunalwahlen warb er auch für politische Ämter. Gerade Handwerker hätten einen tiefen Bezug zur Basis und durch ihre Arbeit auch einen guten Blick für wirtschaftliche Entwicklungen. Beides Fähigkeiten, die auch in der Politik sehr gut gebraucht werden können.

Walter Heußlein, Präsident der Handwerkkammer für Unterfranken verwies auf die nach wie vor sehr gute konjunkturelle Lage. „Sie werden gebraucht!“, fasste er zusammen. Nach wie vor blieben leider sehr viele Stellen unbesetzt, doch das stete Werben trage langsam Früchte. 2589 Stellen konnten in diesem Jahr besetzt werden, was einen Anstieg um 3,4 Prozent bedeute.

Heußlein bedauerte aber auch, dass in diesem Jahr keine einziger Bäcker in den Gesellenstand erhoben werden konnte.

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