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Französisches Kino beim Wernecker Frauentreff

Foto: Roland Maul

Filmabend des Wernecker Frauentreffs bringt Wärme ins Wintergrau

Während draußen graues Winterwetter dominierte, sorgte der Filmabend des Wernecker Frauentreffs im evangelischen Gemeindehaus für Helligkeit und Begegnung. Die Organisatorinnen bereiteten liebevoll Snacks vor, begrüßten ihre Gäste persönlich und schufen so von Beginn an eine offene, herzliche Atmosphäre. Dadurch entstand nicht nur ein Kinoabend, sondern zugleich ein Raum für Gemeinschaft und Austausch.

Ein bewegendes Historiendrama mit aktueller Botschaft

Im Mittelpunkt des Abends stand der französische Film Louise und die Schule der Freiheit von Regisseur Éric Besnard. Darin verkörpert Alexandra Lamy eindrucksvoll die Lehrerin Louise Violet.

Ende des 19. Jahrhunderts reist Louise im Auftrag des Staates in ein abgelegenes Dorf, weil sie dort eine Schule gründen soll. Doch anstatt auf Begeisterung stößt sie auf Skepsis: Die Familien brauchen ihre Kinder auf den Feldern, weshalb der Unterricht zunächst zweitrangig erscheint. Dennoch gibt Louise nicht auf. Schritt für Schritt gewinnt sie Vertrauen, kämpft entschlossen für Bildungsgerechtigkeit und findet im Bürgermeister einen Unterstützer. Als jedoch ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit ans Licht kommt, gerät ihr Engagement ins Wanken.

Gerade weil der Film leise Töne anschlägt und Tragik mit feinem Humor verbindet, entfaltet er eine nachhaltige Wirkung. Zudem zeigt er eindrucksvoll, wie zeitlos der Einsatz für Bildung ist und wie viel Mut Menschen brauchen, um für ihre Überzeugungen einzustehen.

Austausch, der verbindet

Nach dem Abspann blieb kaum jemand sofort sitzen, sondern viele nutzten die Gelegenheit zum Gespräch. Die Teilnehmerinnen diskutierten über die Figuren, ordneten die historischen Hintergründe ein und zogen Parallelen zur Gegenwart. Dadurch vertieften sie nicht nur die Eindrücke des Films, sondern stärkten zugleich das Gemeinschaftsgefühl.

„Ganz im Sinne des Wernecker Frauentreffs, dem eine offene und wertschätzende Atmosphäre besonders am Herzen liegt“, betonte Leiterin Sabine Lösch.

So zeigte der Abend eindrucksvoll: Kultur verbindet Menschen, regt zum Nachdenken an und eröffnet neue Perspektiven – gerade dann, wenn draußen der Winter das Grau bestimmt.

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