Fränkische Oktoberfest in Gochsheim mit CSU-Fraktionschef Holetschek
(ck)Gochsheim – Beim Fränkischen Oktoberfest in Gochsheim hat der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Klaus Holetschek, eine kämpferische Rede gehalten. Mit Blick auf die aktuelle Politik forderte er einen „Ruck für Deutschland“ und betonte: Migration, Sozialstaat, Innovation und die anstehende Kommunalwahl seien die entscheidenden Themen.
Kommunalwahl: Unterstützung für Landratskandidatin Gabriele Jakob
Im Mittelpunkt seiner Rede stand auch die Kommunalwahl 2026. Holetschek sprach der Landratskandidatin Gabriele Jakob seine volle Unterstützung aus:
„Wenn ich hier wählen dürfte, wäre für mich klar: Meine Stimme geht an Gabriele Jakob.“
Jakob selbst nutzte den Auftritt in Gochsheim, um ihre Schwerpunkte zu betonen. Besonders wichtig sei die Zukunft des Conn-Barracks-Geländes, das für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der gesamten Region entscheidend sei.
Sie versprach: „Wir setzen auf nachhaltige Planung, neue Arbeitsplätze und ein starkes Miteinander.“ Außerdem wolle sie die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einbinden, damit das Projekt gemeinsam gestaltet werden könne.
Bildung, Bauen und Bürokratieabbau im Landkreis
Neben dem Conn-Barracks-Projekt sprach Jakob weitere zentrale Punkte für den Landkreis an:
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Investitionen in Schulen
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ein neues Denken beim Bauen, damit Kommunen bezahlbar planen können
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Bürokratieabbau für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen
„Die Menschen vor Ort erwarten pragmatische Lösungen. Genau das müssen wir liefern, damit Arbeitsplätze entstehen und bleiben“, so Jakob.
Migration: Begrenzung und Fachkräftezuwanderung
Ein Kernthema für Holetschek war die Migrationspolitik. Er lobte die aktuellen Maßnahmen von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt wie verschärfte Gesetze, Bezahlkarte und Grenzkontrollen.
„Wir brauchen klare Regeln und müssen illegale Migration begrenzen. Gleichzeitig bleibt qualifizierte Zuwanderung wichtig, um dem Fachkräftemangel zu begegnen“, so der CSU-Fraktionschef.
Sozialstaat: Hilfe ja, aber mit Verantwortung
Deutliche Kritik äußerte Holetschek am Bürgergeld. Er warnte vor einer „All-you-can-eat-Mentalität“ und machte klar:
„Solidarität muss gesichert sein – aber Eigenverantwortung darf nicht ersetzt werden.“
Die Belastungsgrenze für Beitragszahler sei längst erreicht, deshalb sei eine umfassende Sozialreform dringend notwendig.
Innovation: Bayern als Hightech-Motor
Stolz zeigte sich Holetschek über Bayerns Entwicklung: Vom Agrarland hin zu einem führenden KI-Standort in Europa. Dank der Hightech-Agenda seien Milliarden investiert, internationale Konzerne angesiedelt und neue Arbeitsplätze geschaffen worden.
Seine Botschaft: „Wir brauchen weniger Bürokratie und mehr Vertrauen in Ehrenamt und Kommunen.“
Außenpolitik: Gefahr durch Putin und US-Zölle
Auch die internationale Lage sprach Holetschek an. Er warnte vor der „großen Gefahr“ durch Wladimir Putin und vor wirtschaftlichen Risiken durch mögliche neue US-Zölle unter Donald Trump. Europa müsse deshalb stärker auf eigene Souveränität und transatlantische Zusammenarbeit setzen.
CSU grenzt sich klar von AfD ab
Eine deutliche Abgrenzung nahm Holetschek zur AfD vor. „Sie liefert keine brauchbaren Lösungen, sondern nur rechtes Gedankengut“, betonte er. Statt eines Verbots setze die CSU auf bessere Argumente.
Fazit: Ein „Ruck für Deutschland“
Zum Abschluss griff Holetschek das berühmte Zitat von Ex-Bundespräsident Roman Herzog auf:
„Deutschland braucht einen Ruck – für Freiheit, Eigenverantwortung und ein soziales, starkes und zukunftsfestes Bayern.“

