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„Faschingszeit – alle Sorgen schnell vertreibt“

Über 200 Akteure standen auf der Bühne und für jeden Geschmack war etwas dabei. Foto: Hans Fick

So lautet das Motto der Wernschiffer Elf in der diesjährigen Faschingssession.„Genug kritisiert,wenden wir uns einem erfreulicheren Thema zu, nämlich dem erfreulichsten, was die Welt zu bieten hat: Niederwerrn! Obwohl sich auch hier zwei Katastrophen vollzogen haben, so Bruder Erasmus, alias Gesellschaftspräsident Hans Wedler in seiner Predigt, womit er aber keinesfalls die tolle Faschingssitzung der Niederwerrnern Wernschiffer 11 meinte. Denn die unsinkbare MS Werna bot im ausverkauften Gemeindezentrum wieder eine gelungene Prunksitzung der Extra Klasse.

Witzig und amüsant moderierte das Dreigestirn, mit Sitzungspräsident Alexander Schäfer, stellvertretende Sitzungspräsidentin Lena Rau und stellvertretender Sitzungspräsident Michael Negwer, mit den Elferräten durch die fünfstündige Sitzung. Viel Beifall erntete gleich zu Beginn die quirlige Purzel- und Kindergarde, die sich mit lustigen Moves und tollem Outfit auf der Bühne präsentierten. Nachwuchstalent Anna-Lena Zeitler stieg als erste in die Bütt und klärte auf wie die „digital natives generation“ so dickt und wie heute die menschliche Zusammenführung funktioniert, nämlich mit Smartphone, Smilies und Netflix.
Zu Melodien aus Kinderserien legten die putzigen Tanzmäuse eine lustige Show aufs Parkett und stimmten das Publikum gleich richtig ein. Mit vielen Seitenhieben und spitzen Anmerkungen stellte der Magister von der Werrn „seine Klasse“ vor. Angefangen von den Bürgermeisterkandidaten für Nieder-werrn, „denn die Kandiaten sind zu küren, die in Zukunft die Gemeinde führen“ als auch die großen Politiker der Welt, wie Johnson und Trump, die in seiner Klasse, sich als Klassenclowns präsentieren. „Ach es ist bei all den Tüten, einfacher einen Sack Flöhe zu hüten und ob all die Konzepte wirklich tragen, kann man schlussendlich noch nicht sagen“, mahnte er. Tanzmariechen Johanna Zimmermann wirbelt elegant über die Bretter, die die Welt bedeuten und tanzte sich mit ihrem Soloauftritt in die Herzen des Publikums. „Bei der Arbeit der Letzte und bei der Brotzeit der Erste“, so spitzte der Gemeindearbeiter Günni seinen jüngeren Kollegen Nick an, als sie sich zur Brotzeit treffen.„Du schaffst nach dem Heidekraut Prinzip: „Heide kraut mir vor der Arbeit!“ Und du schaffst nach der Robinson Methode: „Warten auf Freitag!“ Eine Pointe jagt die andere und entlockt dem Publikum wahre Lachsalven.
„Wer baggert da so spät noch am Baggerloch“ nach diesem und anderen Schlagern, legte die Kinder-tanzgruppe, als Bauarbeiter verkleidet, eine rassige Show hin und erntete stürmischen Beifall. Mit dem Showtanz, Sommer Party, nährte die Jugentanzgruppe wieder bei der Narrenschar die Sehnsucht nach sonnigeren Zeiten. „HIGHWAY TO Heaven“ mit diesem Plakat und einem witzigen Sketch warb das Pfarrhausteam, mit Pfarrer Stefan Kömm und den Pastoralreferenten Ulricke und Michael Stöcker, für die Lightshow an der St. Bruno Kirche in Niederwerrn, die im März 2020 stattfindet. Was heißt denn die Kirche wird eluminiert? Es wird halt überall mal neigeleucht bei dem Licht-Event, es ganz Jahr über vielleicht? Die Band, Klabautermänner, begleitete musikalisch durch die Sitzung und forderte mit Stimmungslieder zum Schunkeln und Mitsingen ein.

Wie man einen Werbespot bzw. ein Werbevideo erfolgreich gestaltet und dreht, zeigten Andingo, A.Pichl und I. Haag. „Wernwein“, soll das neues Produkt heißen und vorgestellt werden soll`s und das gibt`s nächste Woche beim Maul. „Nach der Wurst, hab ich en Durscht!“ mit diesem genialen Werbespruch,soll das Produkt werbewirksam angepriesen werden. Schwierig,schwierig gestaltete sich der Einsatz von Hauptdarsteller und Publikum, das als Chor nur mit Humba,humba täterä!antworten musste, aber mehr zum Lachen neigte. Bruder Erasmus,Hans Karl Wedler, las in der Bütt mal wieder kritisch allen und jedem die Leviten: Weltgeschehen, Klimawandel, Bauernprodeste und Politiker, aber auch das Ortsgeschehen wurde gegeißelt.„Die Heimatdichterin ist fort und das Lokal, die Rimini, ist geschlossen wegen Wasserschaden, dabei war es ein Missverständis, denn die Chefin meinte: Das Wasser steht ihr bis zum Hals“ Zum Apres-Ski lud die Aktiv-Showtanzgruppe mit ihrem rassigen Auftritt und der fetzigen Musik ein. „Helau ihr Leut, ich sags euch gleich, von einer Trennung sich zu erholen war gar net leicht!“, klärt Sitzungspräsidentin, Lena Rau, das aufmerksame Publikum auf.“ „Es war halt ein Griff ins Klo, aber im nachhinein bin ich ganz froh, denn so leicht wirft mich nichts aus der Bahn, schon gar nicht ein Mann!“ Auf ihrer Suche nach einem Neuen fällt ihr Fazit so aus:, „Einen Mann brauch ich ohne Witz, aber es soll keiner sein, der im Elferrat sitzt!“ Männer sind wie Parkplätze, die guten sind alle besetzt!“, klagt sie an.

Die Musikshow des DNV mit einer Zeitreise und den dazugehörigen Accessoires durch die Schlager der 70er- und 90er, war ein echtes Highlight des Abends und riss das Pblikum zu wahren Begeisterungs-stürmen hin. Als Badenixen mit wahren Traumfiguren, echt sexy, tänzerisch gradiös, so bewegte sich zum Abschluss das Männerballett über die Bühne und bekam dafür tosenden Applaus vom beifall-freudigen Publikum.Eine gelungene, abwechslungsreiche und unterhaltsame Show neigte sich weit nach Mitternacht dem Ende zu und hatte für Spaß und gute Laune gesorgt.

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