Eigens hergestellte Glühweine

Die Engelspyramide der Familie Bergmann

Beim Blick über den Schweinfurter Weihnachtsmarkt sticht ein Gebäude besonders hervor: die Engelspyramide der Familie Bergmann. Sie wurde eigens für den Schweinfurter Weihnachtsmarkt gebaut und feierte 2013 ihre Premiere, erzählt Peter Bergmann. Die imposante Hütte zieht inzwischen viele Stammgäste an.

In den Sommermonaten bereichert der 65-Jährige zudem zahlreiche Volksfeste mit einer Wildwasserbahn. Da die Engelspyramide nur einige Wochen in der Vorweihnachtszeit genutzt wird, steckt die Familie besonders viel Liebe zum Detail hinein.

Spezialitäten aus aller Welt

Ausgeschenkt werden hier nicht nur eigens für den Weihnachtsmarkt hergestellte Glühweine des Weingutes Lother aus Wipfeld, sondern auch Produkte aus den Schweinfurter Partnerstädten. Auf der Karte stehen der finnische „Glögi“, der schottische „Highlander Grog“ und französischer Rotwein. Für Bierfreunde gibt es außerdem Adler-Bräu aus Schlüsselfeld.

Die meisten Getränke sind auch in Flaschen zum Mitnehmen erhältlich. Viele Besucher kommen hier auf den Geschmack und möchten zuhause weiterprobieren. Die Schweinfurter seien ein sehr treues Publikum, betont der Standbetreiber.

Familiäre Atmosphäre und Teamwork

„Nur schneien darf es nicht“, sagt Bergmann schmunzelnd, denn dann werde der Weihnachtsmarkt erfahrungsgemäß schnell leerer – obwohl gerade Schneeflocken den besonderen Reiz eines Weihnachtsmarktes ausmachen. Die familiäre Atmosphäre werde offenbar sehr geschätzt, vermutet Bergmann.

Neben Ehefrau Heidi ist auch Sohn Peter Bergmann jr. fest im Familienbetrieb eingebunden. Zu Spitzenzeiten ab Donnerstagabend und am Wochenende unterstützen bis zu drei weitere Mitarbeiter den Ausschank. „Alleine könnten wir das alles gar nicht bewältigen“, erklärt Bergmann.

Organisation und Vorbereitung

Neben dem Ausschank müsse die Pfandrückgabe reibungslos funktionieren, und sämtliche Behältnisse müssten durch eine Spezialspülmaschine laufen, um hygienisch einwandfrei wiederverwendet werden zu können. Auch der Nachschub müsse ständig organisiert und bereitgestellt werden. „Bei Hochbetrieb ist schon ganz schön was los – dafür sind die Nachmittage im Allgemeinen etwas ruhiger“, so Bergmann.

Nach den Weihnachtsfeiertagen beginnt für die Familie die umfangreiche Büroarbeit: Abrechnungen müssen erstellt und die Planungen für die neue Saison vorbereitet werden.

Weniger Volksfeste, mehr Planung

Der wachsende Verwaltungsaufwand war einer der Gründe, weshalb die Wildwasserbahn heute nur noch sechs- bis achtmal im Jahr auf Volksfesten zum Einsatz kommt; früher waren es zehn bis fünfzehn Veranstaltungen. Nur im Februar und März bleibt meist Zeit für drei Wochen Urlaub, ehe es schon wieder weitergeht – gerne auch wieder auf dem Schweinfurter Volksfest, auf dem die Familie Bergmann erst in diesem Jahr zu Gast war.

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