Ehrenfelix: Drei Darmkrebs-Betroffene sind nominiert.

Ronja Fleckenstein, Georgina Hoffmann und Johanna Wagmeier stellen sich dem Publikums-Voting (v.l.n.r.). Foto: Felix Burda Stiftung

Beim Felix Burda Award am 21. Juni 2026 verleiht die Felix Burda Stiftung erneut den Sonderpreis „Ehrenfelix“. Damit wird das Engagement von Menschen gewürdigt, die selbst an Darmkrebs erkrankt sind und sich dennoch für andere einsetzen.

Ab sofort können alle Interessierten online abstimmen. Auf ehrenfelix.de läuft das Publikumsvoting noch bis zum 13. April. Dort kann jeder seine Favoritin wählen.

Drei Finalistinnen im Publikumsvoting

Die Jury hat aus fünf Bewerbungen drei Frauen ausgewählt. Sie kommen aus Bayern, Baden-Württemberg und der Steiermark. Nun entscheidet das Publikum, wer den Ehrenfelix 2026 erhält.

Ronja Fleckenstein (27), Bayern

Ronja Fleckenstein erhielt mit 26 Jahren die Diagnose Darmkrebs im Stadium IV. Seitdem teilt sie ihre Erfahrungen auf Instagram unter @ronjarises.

Außerdem gründete sie eine Selbsthilfegruppe für betroffene Frauen im deutschsprachigen Raum. Zusätzlich arbeitet sie ehrenamtlich mit der Organisation FAQ Health zusammen. Im Darmkrebsmonat März veröffentlicht sie täglich kurze Podcastfolgen auf Spotify.

So möchte sie vor allem junge Menschen über Symptome, Vorsorge und Prävention informieren.

Georgina Hoffmann (53), Baden-Württemberg

Georgina Hoffmann lebt mit einer genetischen Mutation (Lynch-Syndrom). Nach ihrer eigenen Diagnose engagiert sie sich intensiv für Aufklärung und Forschung.

Seit 2024 arbeitet sie unter anderem für SemiColon und ERN GENTURIS. Dort ist sie als Patientenvertreterin, Referentin und Co-Autorin tätig. Zudem organisierte sie ein Symposium zum Lynch-Syndrom und sprach auf dem Deutschen Krebskongress.

Ihr Ziel ist es, die internationale Zusammenarbeit in der Patientenversorgung zu verbessern.

Johanna Wagmeier (39), Steiermark (Österreich)

Johanna Wagmeier erhielt vor vier Jahren die Diagnose Darmkrebs im Stadium III. Heute spricht sie offen über ihr Leben mit und nach der Erkrankung.

Sie tritt in Podcasts, Interviews und im Fernsehen auf. Außerdem veröffentlichte sie 2025 ihr Buch „Unter der Gürtellinie“. Auch in ihrem Kabarettprogramm verarbeitet sie ihre Erfahrungen mit Humor.

Damit möchte sie Ängste vor Vorsorgeuntersuchungen abbauen. Gleichzeitig will sie Betroffenen Mut machen und zeigen, dass sie nicht allein sind.

Was ist der Ehrenfelix?

Der Ehrenfelix wird seit 2017 verliehen. Er erinnert an Felix Burda, der 2001 an Darmkrebs starb.

Sein Wunsch war es, anderen Menschen zu helfen. Deshalb gründeten seine Eltern die Felix Burda Stiftung. Sie setzt sich bis heute für Prävention und Aufklärung ein.

Der Ehrenfelix zeichnet Menschen aus, die trotz eigener Erkrankung aktiv werden. Sie klären auf, unterstützen andere und geben Hoffnung.

Jetzt abstimmen

Wer den Ehrenfelix 2026 erhält, entscheidet allein das Publikum. Die Abstimmung läuft online bis zum 13. April.

Alle Informationen zu den Kandidatinnen gibt es auf ehrenfelix.de.

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