Ehemaliges Spitalgebäude ist einer der Gewinner

Stolz präsentieren die Gewinner des „Förderpreis der Kulturstiftung des Bezirk Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz“ gemeinsam mit Bezirkstagspräsident Stefan Funk. Foto: Mauritz

Sechs Eigentümer historischer Gebäude aus Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz ausgezeichnet

 Bezirkstagspräsident Stefan Funk überreichte die mit insgesamt 150.000 Euro dotierte Auszeichnung im Schafhof Wiesentheid. Der Preis würdigt das besondere Engagement privater Bauherren für den Erhalt denkmalgeschützter Gebäude und wird jährlich vergeben.

Die diesjährigen Preisträger sind: Thomas Nassall für die Sanierung eines Fachwerkhauses in Großostheim-Pflaumheim (Landkreis Aschaffenburg), Hans Metzger für die Renovierung von Schloss Ebenhausen in Oerlenbach-Ebenhausen (Landkreis Bad Kissingen), Paul Oellers für die Instandsetzung des ehemaligen Templerhauses in Wiesentheid (Landkreis Kitzingen), Wolfgang und Gabriele Riedmann für die Sanierung eines Wohnhauses in Lohr-Steinbach (Landkreis Main-Spessart), Dr. Corinna und Prof. Dr. Heiko Paeth für die Renovierung eines Ackerbürgerhauses in Thüngersheim (Landkreis Würzburg) sowie Patrick Döring für die Instandsetzung des ehemaligen Spitalgebäudes in Schweinfurt.

Als letztes Projekt der diesjährigen Preisverleihung wurde das ehemalige Wirtschaftsgebäude des früheren Hospitals Heilig Geist in Schweinfurt gewürdigt

Das historische Anwesen, das erstmals 1364 urkundlich erwähnt, 1554 zerstört und bis 1612 wiederaufgebaut wurde, zählt zu den ältesten Gebäuden der Stadt. 

Eigentümer Patrick Döring erwarb das Gebäude im Jahr 2014. Heute wird es, nach umfangreicher Sanierung unter Erhalt seines historischen Kerns, als Büro-, Veranstaltungs- und Wohnraum genutzt. 

Bezirkstagspräsident Funk betonte in seiner Ansprache, dass das Haus „sicherlich zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt“ zähle.

In seiner Laudatio hob Funk den besonderen Wert historischer Gebäude hervor: „Die Zeit hat in ihnen Spuren hinterlassen, die sie zu etwas Einmaligem machen.“ 

Die Preisträger hätten mit hohem persönlichen Einsatz und oft erheblichen finanziellen Mitteln Verantwortung für den Erhalt kulturellen Erbes übernommen. Der Bezirk Unterfranken unterstütze dieses Engagement gezielt mit dem Förderpreis, der jährlich an sechs ausgewählte Projekte vergeben wird. „Mit jeweils 25.000 Euro pro Objekt zählt diese Auszeichnung zu den höchstdotierten Denkmalpreisen in Deutschland“, so Funk.

Auch Landrätin Tamara Bischof würdigte das Engagement der Eigentümer in ihrem Grußwort. 

Der Schutz historischer Bauten sei nicht nur eine kulturelle Aufgabe, sondern auch ein Beitrag zur regionalen Identität. „Denkmalschutz ist identitätsstiftend“, betonte sie. Zudem steigere eine gelungene Sanierung historischer Gebäude oft auch die Wohn- und Lebensqualität – nicht selten mehr als ein Neubau es vermag.

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