Ab Sonntag gilt wieder die Sommerzeit

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Der Sonntag hat nur 23 Stunden

Schweinfurt (red). Das letzte Wochenende im März ist turnusmäßig der Zeitpunkt für die Uhrumstellung auf Sommerzeit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden um 2 Uhr die Uhren wieder um eine Stunde auf 3 Uhr vor gestellt. Der Sonntag ist deshalb nur 23 Stunden lang.

Viele Menschen haben ihre Schwierigkeiten, ob es nun „vor“ oder „zurück“ geht. Einige Weisheiten helfen dabei. Etwa die mit den Gartenmöbeln, die im März „vor“ gestellt werden und im Herbst wieder „zurück“. Oder man orientiert sich am Thermometer: im Frühjahr Plus und im Winter Minus. Gereimt geht es auch ganz kurz „Im Winter hinter“.

Grundsätzlich wird die Sinnhaftigkeit der Uhrzeitumstellung immer wieder hinterfragt, aber vor allem im Deutschland, wo der kurzfristig beeinflusste Schlafrhythmus als gesundheitlicher Nachteil angesehen wird. Studien zeigen jedoch, dass sich der Großteil der Bevölkerung innerhalb weniger Tage an den neuen Zeitrhythmus gewöhnt.

Auch wirtschaftlich hat die Sommerzeit Effekte: Längere helle Abende können sich positiv auf Einzelhandel, Tourismus und Gastronomie auswirken. Der ursprünglich angenommene Energiespareffekt gilt hingegen mittlerweile als gering. Andere europäische Länder gehen mit der Zeitumstellung viel pragmatischer um und nehmen sie einfach hin.

Hintergründe zur Sommerzeit

Die Sommerzeit gibt es vor allem aus einem praktischen Grund:
Man wollte das Tageslicht besser nutzen.

Die Grundidee

Im Sommer geht die Sonne sehr früh auf. Ohne Zeitumstellung wäre es morgens oft schon sehr hell, während es abends früher dunkel würde.
Durch die Umstellung der Uhr um eine Stunde nach vorn wird das Licht mehr in den Abend verschoben.

Beispiel:

  • ohne Sommerzeit: Sonnenaufgang vielleicht um 4:30, Sonnenuntergang um 20:30
  • mit Sommerzeit: Sonnenaufgang um 5:30, Sonnenuntergang um 21:30

Für viele Menschen fühlt sich das angenehmer an, weil man nach Feierabend länger Helligkeit hat. damit kann man nach Feierabend länger seine Freizeit genießen.

Warum wurde sie eingeführt?

1) Energie sparen

Die ursprüngliche Hoffnung war:

Wenn es abends länger hell ist, braucht man weniger künstliches Licht. Das belastet das Stromnetz deutlich weinger.

Diese Idee wurde schon früher diskutiert und in Krisenzeiten besonders intensiv:

  • im Ersten Weltkrieg
  • später wieder in verschiedenen Ländern
  • in Europa dann dauerhaft seit den 1980er-Jahren
  • Vielleicht auch wieder aktuell wegen des Irankriegs

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