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Der Steuermann verlässt nach 21 Jahren die Leopoldina

Der Staffelstab ist übergeben. Das Foto zeigt v.l.: Oberbürgermeister Sebastian Remelè, Heidrun und Adrian Schmuker sowie Gerlinde und Jürgen Winter. Jürgen Winter ist ab 1, April der neue Geschäftsführer des Leopoldina Krankenhaus. Foto: Christian Kirchner.

Adrian Schmuker geht in den Ruhestand

„Sie haben 21 1/2 Jahre Gesundheitsgeschichte in dieser Stadt geschrieben. Eine Liebesbeziehung mit diesem Krankenhaus geführt.“ Es waren Sätze der Superlative mit denen Oberbürgermeister Sebastian Remelè den scheidenden Geschäftsführer des Leopoldina Krankenhauses Adrian Schmuker Lob und Anerkennung zollte.
Rund 50 geladene Gäste wohnten der Verabschiedung von Adrain Schmuker und der Einführung seines Nachfolgers Jürgen Winter bei. Oberbürgermeister Remelè blickte in seiner nsprache auf den Beginn von Schmuker`s Karriere zurück. Àls dieser am 1. Oktober 1998 seinen Dienst antrat schrieb das Krankenhaus rote Zahlen. Zudem sei sein Eintritt in einer Zeit der schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Bundesrepublik gefallen. Ab dem Jahr 2004 sei es dank Schmukers Arbeit kontinuierlich nach oben gegangen, habe man schwarze Zahlen geschrieben. Weitblick habe er bewiesen, indem er das Krankenhaus nicht gesund geschrumpft sondern durch Expansion Akzente gesetzt habe. So wurde unter seiner Federführung die Leo Service GmbH, der Zweckverband der Pflegeschule oder die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie gegründet. Schmuker, so Remelè, „ist der richtige Steuermann zur richtigen Zeit gewesen.“
Dr. Johannes Mühler, Chefarzt der neurologischen Klinik, sprach die Abschíedsworte für Ärzteschaft. Gemeinsam sei man im Leopoldina „alt geworden“, blickte Mühler auf eine langjährige Zusammenarbeit zurück. Eine Zusammenarbeit bei der man nicht immer gleicher Meinung gewesen sei. Weg vom verwalten, hin zum gestalten sei die Devise gewesen, mit der Schmuker die Erfolgsgeschichte begründet habe. Zukunftsweisend und weitblickend die Eröffnung des Gesundheitsparks am Leo und die Zusammenarbeit mit den Kliniken in Gerolzhofen und Hassfurt.

Dem zukünftigen Ruheständler merkte man den Abschiedsschmerz an. Emotional war seine Abschiedsrede bei der er auf die letzten zwei Jahrzehnte zurückblickte. Als die damalige Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser ihn zum Bewerbungsgespräch einlud sei die wirtschaftliche Situation so schlecht gewesen das man eigentlich Nein hätte sagen müssen. Nur knapp war zuvor im Stadtrat der Entschluss gefasst worden, das Krankenhaus nich an das Rhön-Klinikum zu verkaufen. Das Krankenhaus lebt von einem Dauerkredit (in Höhe von 14 Millionen DM) der Sparkasse, „heute wäre so etwas undenkbar.“ Durch die Gründung der GmbH habe man die Voraussetzungen für den heutigen Erfolg geschaffen. Ganz wichtig sei es, das man medizinisch gut aufgestellt sei. Auch bei der Auswahl der Chefärzte habe man immer eine gute Wahl getroffen. So habe die Formel: „Wir machen nicht Medizin um Geld zu verdienen. Wir brauchen eine gesunde finanzielle Basis, um gute Medizin zu machen“, zur Erfolgsformel geworden.

Heute sieht er große Probleme am Arbeitsmarkt und die Hektik bei der Gesetzgebung. „Der Gesetzgeber weis manchmal selbst nicht, was er veranlasst.“ Er, Schmuker, sei froh, dass er diese Probleme nicht mehr angehen muss, seinem Nachfolger Jürgen Winter wünschte er dabei eine glücklich Hand.
Jürgen Winter, der zum 1. April, die Geschäftsführung übernehmen wird, zeite größten Respekt vor der Leistung seines Vorgängers. „Sie haben eine gute Basis geschaffen um die Aufgaben der Zukunft anzugehen.“ Eine der Aufgaben die Winter forciert angehend will ist der Ausbau der Kooperation mit den Ärzten im niedergelassenen Bereich.

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