„Wir werden das Feld von hinten aufrollen!“ – das sagte Jermaine Jones bei seiner ersten Pressekonferenz jedoch nicht. Dazu hatte Fußball-Drittligist 1. FC Schweinfurt 05 im Vorfeld des Auswärtsspiels beim MSV Duisburg eingeladen. Die Fragen der Pressevertreter drehten sich in erster Linie um den Trainerwechsel von Victor Kleinhenz hin zu Jermaine Jones.
Dieser bekannte freimütig, schon seit dem Totopokal-Spiel des FC 05 bei Viktoria Aschaffenburg immer wieder Kontakt zu Sportleiter Marcel Kühlinger und Geschäftsführer Markus Wolf gehabt zu haben. Von seinem Wohnort Gelnhausen sei es nach Aschaffenburg ja nicht weit gewesen.
Trotz der eineinhalbstündigen Autofahrt nach Schweinfurt will er weiterhin in Hessen wohnen bleiben. „Weite Autofahrten bin ich aus den USA gewohnt“, führte er an und machte deutlich, dass es sich für seine Verhältnisse um eine eher kurze Strecke handle. Natürlich behält er sich bei Bedarf auch Hotelübernachtungen in Schweinfurt vor.
Auch beim bisherigen Trainerstab sieht der neue Coach keinen Handlungsbedarf. „Alles gute Leute, die ordentliche Arbeit machen“, zeigte er sich überzeugt. Ob er seine eigene, eher harte Spielweise von früher auf das Team übertragen wolle? Das könne der Mannschaft sicher nicht schaden. Schon in Duisburg werde ein harter Kampf auf das Team zukommen.
Und wie sieht es mit den weiteren Zukunftsperspektiven aus, falls der FC 05 den Klassenerhalt nicht schaffen sollte? „Das wird man sehen.“ Seine gesamte Konzentration gelte zunächst dem Denken von Spiel zu Spiel – dann werde man sehen, was dabei herauskomme. Also doch noch der Klassenerhalt? Der sei rein rechnerisch noch möglich, antwortete der neue Coach der erstaunten Journalistenschar. Gleichzeitig schränkte er die realistischen Chancen ein und betonte, niemand solle glauben, er sei unter dieser Prämisse nach Schweinfurt gekommen.
Womit sich natürlich die Frage nach der Zukunft in der kommenden Saison – sehr wahrscheinlich in der Regionalliga – stellte. Der Vertrag laufe nur bis Ende dieser Saison, sagte Jones. Danach werde man sehen, wie es weitergehe.

