Den Straßenzustand mit dem Handy bewerten

Grafenrheinfeld (red). Die Technik hält Einzug in die Fahrzeuge der gemeindlichen Bauhöfe. So wird, mit der Möglichkeit eines Programms VIALYTIC und künstlicher Intelligenz, in Zukunft in den Gemeinden Grettstadt, Gochsheim, Schwebheim und Sennfeld, der Straßenzustand per Kamera eines Smartphones ermittelt.

Die Bauhofmitarbeiter montieren das Handy an der Windschutzscheibe und aktivieren die Kamera. Schon wird der Straßenzustand dokumentiert. Eine Aufgabe, die früher der augenscheinlichen Beurteilung der Mitarbeiter oblag. Jetzt beurteilt die künstliche Intelligenz, aufgrund der visuellen Bilder der Kamera und berechnet durch einen Algorithmus. Das Programm beurteilt anhand von Fotos den baulichen Zustand der Straße. Es schätzt Schäden ein, berechnet die Effizienz der Reparatur bzw. die Notwendigkeit und die Ersatzvornahme ein. Außerdem lässt sich mit dem Programm noch der Winterdienst dokumentieren, was zur Verantwortung der Kommune gehört. Im Rahmen der Aufgabe „öffentlicher Sicherheit und Ordnung“ ein gutes Werkzeug. 

Sebastian Saalmüller, Verwaltung Grettstadt, erkannte frühzeitig das Potential des Werkzeugs. Er brachte das Thema schnell in den Mainbogen, organisierte eine gemeinsame Vorführung und damit seine Kolleg(en)Innen zusammen. 

Mit ca. 110 Kilometer dokumentiertem Straßennetz in Form von Bildmaterial (nach Datenschutzrechtlichen Bedingungen) können die Gemeinden jetzt Beschilderung, Randstreifen, verkehrsrechtliche Belange, Bewuchs, Winterdienst, den Straßenzustand und dessen Erhalt besser dokumentieren und verwalten. Die Bauhöfe und die Verwaltung können das Bildmaterial dauerhaft, digital nutzen.

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