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Das Zimmererhandwerk ist Klimaschutz-Handwerk

Das Foto zeigt die freigesprochenen Jung-Zimmerer der Innung Schweinfurt-Haßberge vorne v.l. Marius Firsching (Ach-Reisert Dach, Donnersdorf), Innungsbester Cornelius Garsky (Blattner, Zimmerei Unterspießheim), Michael Fritz (Zimmerei Poppenhausen), Dario Eidenhammer (Blattner, Zimmerei Unterspießheim). Hinten v. li.: Hermann Lang, Vizepräsident des Bayerischen Zimmererverbandes, Tobias Bleiweis (Lothar Stark, Geldersheim), Hagen Brendler (Zimmerei Poppenhausen), Phillip Müller (Lothar Stark, Geldersheim) und Hans Feser, Obermeister Innung Schweinfurt, Josef Feser, Vorsitzender Prüfungsausschuss. Im Winter hatten bereits Pascal Betz (Holzvogel, Theres) und Harald Schmidt (Hans Feser, Kützberg) die Gesellenprüfung bestanden. Foto: Antje Roscoe

Zimmerer trotzen dem Jungkräftemangel

Bei der Freisprechung der unterfränkischen Zimmerer 2019 konnten 59 Junggesellen ihren Gesellenbrief entgegennehmen. Ein sichtbares Zeichen welchen Stellenwert dieses Handwerk bei der heutigen Jugend inne hat.
„Große Tradition und absolute Zukunftsfähigkeit – das Zimmererhandwerk ist Klimaschutzhandwerk“, führte Würzburgs Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake bei der Freisprechungsfeier aus. Den frischgebackenen Gesellen stehe nun die Welt offen. Einer der dies unterstrichen hat, ist Alexander Bruns. Der Bad Dürkheimer hatte bei den Worldskills im russischen Kasan die Goldmedaille für Deutschland gewonnen.
Festredner Alexander Kirst, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmerhandwerks warnte die Junggesellen vor dem M18-Syndrom: mit der Volljährigkeit gleich in die Meisterschule zu stürmen. Hier sei Frust mangels beruflicher Erfahrung vorprogrammiert. Die Selbständigkeit empfahl er über leitende Positionen im Holzbau-Betrieben anzustreben und nicht als „waghalsiger Freikletterer.“ Im Handwerk machte der Festredner die Nestwärme aus, dem hingegen die Industrie vor allem Reibungswärme zu bieten habe.
An der Freisprechungsfeier in Würzburg waren die Innungen Würzburg-Kitzingn, Schweinfurt-Haßberge, Main-Spessart und Aschaffenburg-Miltenberg beteiligt. Für die Innung Schweinfurt-Haßberge zeigte sich Innungs-Obermeister Hans Feser sehr erfreut über das hervorragende Abschneiden der Jungzimmerer und dankte den Ausbildungsbetrieben für ihr soziales Engagement im Hinblick auf die Bereitstellung der Lehrstellen als auch die Bereitschaft eine qualitativ hochwertige Ausbildung anzubieten.

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