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Das 100-jährige Jubiläum wirft seine Schatten voraus

Zahlreiche Ehrungen gab es beim Volkstrachten-Erhaltungsverein "Die Semflder". Das Foto zeigt sitzend v.l.: Herbert Remde, Erika Merz, Traudel Pfister, Adolf Geyer, Heinrich Merz, 2. Vorsitzende Gabi Schmid, 1. Vorsitzenden Helmut Büschel. Stehend v.l.: Justin Gill, Gertrud Merz, Pastoralreferent Michael Pfrang, Marianne Haas, 1. Vorsitzender Trachtenverband Ufr. Oliver Brust, Marion Brückner, Karina Cimander, Walter Magerhans, Helmut Ludwig, 1. Bürgermeister Oliver Schulze, Pfarrer Stefan Stauch, 3. Vorsitzender Gerhard Iffland, Foto: Erich Valtin

Gelebtes Brauchtum in Tracht

Die vorweihnachtliche Feier des Volkstrachten-Erhaltungsverein „Die Semflder“ ist traditionell der großartige Rahmen für viele Mitglieder, die seitens des Vereins aber auch des Trachtenverbands Unterfranken für ihr jahrzehntelang gelebtes Brauchtum geehrt werden. Was es für die Gemeinde bedeutet, dass der agile, engagierte Verein und vor allem dessen Mitglieder das Brauchtum aufrecht erhalten, das offenbarte Bürgermeister Oliver Schulze in seinem Grußwort. „Die Ehrungen sind aller Ehren Wert. Man muss den Geehrten den nötigen Respekt entgegen bringen.“
Der Mann, der seit vielen Jahren den Verein lebt, ihm vorlebt, 1. Vorsitzender Helmut Büschel, brachte zu Beginn seiner Ansprache zwei gegensätzliche Argumente. „Das Jahr 2019 war ein turbulentes Vereinsjahr mit vielen Höhepunkten. Es war aber auch ein nachdenkliches Jahr, besonders hinsichtlich der Frage: Wie geht es weiter?“ In verschiedenen Situationen habe aber der Zusammenhalt der Mitglieder das, wie es weiter geht, positiv unterstrichen. Hinzu komme die Kinder, „die zu unseren Aushängeschildern gehören.“ Bei der frage: Wie geht es weiter, gehe sein Blick nach vorne, hin zum 100-jährigen Jubiläum, das im Jahr 2022 ansteht. Mit Blick auf dieses besondere Jahr gute es weiter, respektvoll zusammen zu halten und die große Tradition beizubehalten und zu pflegen.
Auch Bürgermeister Oliver Schulze unterstrich, 2019 sei ein ereignisreiches, richtungsweisendes Jahr für den Verein gewesen. Das Jubiläum der „Kirm“ habe in großer Deutlichkeit die enge Verbundenheit von Gemeinde und Trachtenverein dokumentiert. Schulze sprach auch das große Problem an, das heute den Vereinen, im besonderen den Vorstände immense Probleme bereite: Die Bürokratie. „Die Bürokratie ist zu einer großen Last geworden. Sie erfordert immer mehr Zeitaufwand, den viele Vereine nicht mehr stemmen können.“
Vieles an Arbeit gestemmt, dies heb die Mitglieder, die geehrt wurden. Allen voran Helma Schmitt, die 75 Jahre und Erika und Heinrich Merz sowie Adolf Geyer, die seit 70 Jahren den Trachtenverein unterstützen. Für 60 Jahre wurden Traudel Pfister und Herbert Remde, für 50 Jahre Inge Zinßler, Dieter Müller, Gertrud Pfeiffer, Alfred Zinßler, Gertrud Merz, Walter Magerhans, Helmut Ludwig und Marianne Haas geehrt. Ihr 40-jähriges Jubiläum feierten Sonja Taege, Rüdiger Rieß, Marion Brückner, Margit Hartling, Martin Brüggemann, Christian Geyer, Ralf Birkmeyer und Helmut Büschel. Die silberne Vereinsnadel für 25 Jahre erhielt Anita Deppert.

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