Ausstellung Heimat – hier und anderswo

„Heimat ist emotional.“ „Heimat ist da, wo ich mich wohlfühle.“ „Heimat ist dort, wo meine Familie
und Freunde sind.“ Dies und noch viel mehr verbinden Menschen ganz unterschiedlichen Alters mit
dem Begriff „Heimat“. Jetzt ist eine Ausstellung zu diesem Thema in vielen Schaufenstern der
Altstadt eröffnet worden. „Heimat“ kann ein Lied sein, ein Gericht, bestimmte Gerüche, die Sprache,
eine Landschaft – man sieht es, hört es, schmeckt es und empfindet oft ein Gefühl von Vertrautheit.
Auf Anregung von Sabine Wolf von der Dr.-Ottmar-Wolf-Kulturstiftung sind die Schülerinnen und
Schüler der Ludwig-Derleth-Realschule im aktuellen Schuljahr der Frage nachgegangen, was Schüler
in der heutigen Zeit mit diesem Ausdruck verbinden. Denn im Laufe der Menschheitsgeschichte ist
das Wort „Heimat“ auch dazu verwendet worden, dass Menschen einander ausgegrenzt haben.
Heute, im Zeitalter der Globalisierung, wird von vielen Berufsgruppen erwartet, dass sie örtlich
flexibel sind. Hinzu kommen Kriege und Naturkatastrophen, die ebenfalls dazu führen, dass
Personengruppen unfreiwillig ihren Geburtsort verlassen müssen, um sich anderswo niederzulassen.
Dies führt zu einem Bedeutungswandel des Wortes und dazu, dass immer mehr Menschen Wurzeln
in vielen Ländern haben. „Es ist großartig, wie die Schülerinnen und Schüler ganz verschiedene
Aspekte aufgearbeitet und visualisiert haben“, freut sich Konrektor Stefan Greb.
Die im Zusammenhang mit diesem Projekt entstandenen Arbeiten konnten am Tag der offenen Tür
am 21.04.2023 in der Realschule Gerolzhofen bestaunt werden. Dabei gab es Aufführungen von
Heimatsagen, Liedern, Filmen, Tänzen, Gerichten, Actionbounds und vieles mehr. Einige dieser
Darbietungen sind nun auf Plakate gebannt und in Form einer Ausstellung in den Schaufenstern der
Altstadt zu sehen.
Bürgermeister Thorsten Wozniak dankt den Schülerinnen und Schülern für die Kreativität, die sich in
den zahlreichen Bildern und Aktionen zeigt. Begeistert ist er auch vom Kurzfilm, der als Dauerschleife
im Alten Rathaus zu sehen ist. „Heimat, damit verbinden viele Menschen eher antiquierte Gedanken.
In den Gedanken der Schülerinnen und Schüler sieht man moderne Interpretationen.“ betont
Wozniak. „Gerade in Zeit der Globalisierung ist es wertvoll, eine Heimat wahrzunehmen“. Er dankt
der Schule, den beteiligten und anwesenden Lehrkräften, Sabine Wolf von der Dr.-Ottmar-Wolf-
Kulturstiftung, Beate Glotzmann von GEOkommunikativ und Daniel Hausmann von GEOattraktiv für
die Realisierung dieser „bewegenden“ Ausstellung.
Er dankt der Schule, den anwesenden Lehrkräften (Sabine Belz, Kathrin Fuchs, Martina Gutzmann),
Sabine Wolf von der Dr.-Ottmar-Wolf-Kulturstiftung, Beate Glotzmann von GEOkommunikativ und
Daniel Hausmann von GEOattraktiv für die Realisierung dieser „bewegenden“ Ausstellung.
Traditionell versteht man unter dem Begriff „Heimat“ ein Land oder einen Ort, in dem man
aufgewachsen ist. Da viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen jedoch nicht immer in der
Ortschaft bleiben, in der sie geboren sind, kann sich der Begriff ebenfalls auf Aufenthaltsorte
beziehen, in denen man schon länger lebt und sich wohlfühlt. Grundsätzlich verbinden die meisten
Menschen mit diesem Wort also einen gefühlsbetonten Ausdruck enger Vertrautheit gegenüber
einer bestimmten Gegend und den darin lebenden Personen mit ihren Sitten und Gebräuchen.
Das Projekt wurde gefördert durch die Dr.-Ottmar-Wolf-Kulturstiftung und durch Mittel des Bund-
Länder-Städtebauförderungsprogramms „Sozialer Zusammenhalt“. Ein Faltblatt zur Ausstellung liegt
im Alten Rathaus aus.
Infos: GEOkommunikativ, Altes Rathaus – Marktplatz 20, 97447 Gerolzhofen, Tel. 09382-903512

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert