Arbeitsmarkt: berufliche Qualifikation für freie Stellen ist oft nicht gegeben

„Die Veränderung der Arbeitslosenzahlen ist im Vergleich zum Vormonat gering und zum Vorjahr sind

nur regionale Ausschläge erkennbar. Vereinzelte konjunkturelle Herausforderungen in einigen Branchen

bzw. Unternehmen schlagen sich nicht auf die Arbeitslosenquote nieder. Der Arbeitsmarkt ist insgesamt

stabil und kann die derzeitige Eintrübung noch kompensieren“, so Thomas Stelzer, Vorsitzender der

Gesch.ftsführung der Arbeitsagentur Schweinfurt.

Im Februar waren in der Region Main Rhön 8.775 arbeitslose Personen gemeldet. Im Vergleich zum

Vormonat ist das ein Zuwachs von 26 Arbeitslosen und zugleich 331 mehr als im Vorjahr. Die

Arbeitslosenquote lag bei 3,5 Prozent und somit auf dem gleichen Niveau des Vormonats. Im Vorjahr

war sie noch um 0,1 Prozentpunkte niedriger.

Der Arbeitskräftebedarf steigt wieder an

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt waren 5.752 Stellen vakant. Der Bestand stieg im Vergleich

zum Vormonat von 5.714 offenen Stellenangeboten um 0,7 Prozent. Im Februar 2023 waren es noch

561 Stellen mehr.

„Es scheint wie ein Widerspruch, dass sich die Arbeitslosenzahlen erhöhen und gleichzeitig der Bedarf

an Arbeitskräften wieder ansteigt. Aber wir beobachten: Die offenen Arbeitsstellen passen mit ihren

Anforderungen oft nicht zum vorhandenen Arbeitskräfteangebot.

Die Nachfrage in den Branchen des Gesundheits- und Sozialwesens, Handels und verarbeitenden

Gewerbes war auch im Februar besonders hoch. Während es im Gesundheits- und Sozialwesen und im

verarbeitenden Gewerbe meistens an den Qualifikationen der Bewerber scheitert, liegt es im Handel

häufig an den Arbeitszeiten. Im Lebensmittel- und Gastgewerbe verzeichneten wir aus saisonalen

Gründen mehr Arbeitslosmeldungen. Hier ist das Ende der Arbeitslosigkeit aber bereits absehbar.

Währenddessen kamen im Februar die meisten neu gemeldeten Arbeitslosen aus der Lager- und

Logistikbranche.

Allgemein gilt, dass in Zukunft ein hoher Einsatz von Quereinstiegen und Umschulungen notwendig ist,

um den Personalbedarf mit dem vorhandenen Potenzial zu decken“, berichtet Stelzer

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