A7: Ersatzneubau der Talbrücke Stettbach fertig – Vier Fahrstreifen wieder frei

Die Talbrücke bei Schraudenbach ist nun freigegeben für die Nutzung. (Foto: Christian Klippel)

Werneck/Stettbach. Die Arbeiten an der Talbrücke Stettbach auf der A7 sind abgeschlossen. Nach rund vier Jahren Bauzeit steht den Verkehrsteilnehmern zwischen dem Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck und der Anschlussstelle Gramschatzer Wald wieder die volle Fahrbahnbreite mit vier Fahrstreifen zur Verfügung. Mit der Fertigstellung endet eines der letzten großen Brückenprojekte auf diesem Abschnitt der A7.

Die Talbrücke Stettbach war seit 2021 abschnittsweise durch einen Ersatzneubau erneuert worden. Ende 2023 ging zunächst die Richtungsfahrbahn Würzburg in Betrieb. Anschließend wurde das alte Teilbauwerk in Fahrtrichtung Fulda abgebrochen – unter anderem durch eine kontrollierte Sprengung im Mai 2024 – und neu errichtet. Nun ist auch dieser Bauabschnitt abgeschlossen.

„Mit dem Ersatzneubau der Talbrücke Stettbach stellen wir auch weiterhin eine leistungsfähige Infrastruktur hier an der A7 sicher“, sagte Stefan Weißkopf-Zunft, Leiter der Außenstelle Würzburg der Autobahn GmbH, bei einem Ortstermin.

27 Millionen Euro investiert

Der Bund investierte rund 27 Millionen Euro in das Projekt. Die neue Brücke wurde für die heutigen und zukünftigen Verkehrslasten ausgelegt. Außerdem ist sie bereits so dimensioniert, dass sie einen möglichen sechsstreifigen Ausbau der A7 aufnehmen kann. Die ursprüngliche Brücke aus dem Jahr 1966 wies erhebliche Schäden und unzureichende Tragreserven auf. Nach mehreren Bauwerksprüfungen war ein Ersatzneubau alternativlos geworden.

Mit der Fertigstellung der Talbrücke Stettbach ist zugleich die letzte große Brückenerneuerung zwischen Biebelried und dem Autobahndreieck Werneck abgeschlossen.

Hintergrund: Das Brückenunglück von Schraudenbach

Der Ersatzneubau der Talbrücke Stettbach erinnert viele Menschen in der Region an das schwere Brückenunglück an der nahegelegenen Talbrücke Schraudenbach. Dort stürzte am 15. Juni 2016 während der Bauarbeiten ein rund 40 Meter langes Teilstück des neuen Brückenüberbaus ein. Ein Baugerüst brach zusammen, mehrere Arbeiter wurden mit in die Tiefe gerissen. Ein Bauarbeiter kam ums Leben, weitere Beschäftigte wurden teils schwer verletzt. Das Unglück löste bundesweit Bestürzung aus und führte zu umfangreichen Ermittlungen sowie einer intensiven Überprüfung der Sicherheitsabläufe auf Großbaustellen.

Bei den Arbeiten an der Talbrücke Stettbach kam es zu keinem vergleichbaren Zwischenfall. Das Projekt konnte nach mehreren Bauphasen und unter laufendem Verkehr planmäßig abgeschlossen werden.

Weitere Informationen zum Projekt stellt die Autobahn GmbH auf ihrer Projektseite zur Verfügung.