Die 70-Jahr-Feier des SPD-Ortsvereins wurde von der Vorsitzenden Martina Braum eröffnet. Sie begrüßte Vertreter von Vereinen aus der Gemeinde sowie Vertreter der SPD-Ortsvereine aus der Region. Nach einem Musikstück präsentierte der ehemalige Ortsvereinsvorsitzende Hilmar Kirch die Chronik des Vereins. Kirch, der selbst 20 Jahre Vorsitzender und langjähriges Mitglied des Gemeinderates war, hob besonders das Engagement von Herbert und Josef Endres hervor.
Der SPD-Ortsverein wurde am 1. Mai 1955 unter Anwesenheit des Bundestagsabgeordneten Franz Op den Orth gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten unter anderem Wächter Titus (1. Vorstand), Keller Ferdl (2. Vorstand) und Lender August (Kassier). Ziel der Gründer war es, die Politik in der Gemeinde auf sozialdemokratischer Grundlage aufzubauen. Kirch erinnerte daran, dass bereits 1967 Mitglieder wie Keller Ferdl und Krug Alfons in Bonn die „große Koalition als letzte Rettung für die BRD“ betrachteten – „die Geschichte wiederholt sich“, betonte Kirch.
Meilensteine und Persönlichkeiten
In den folgenden Jahrzehnten prägten viele Persönlichkeiten den Ortsverein. 1970 übernahm Karl Knaup den Vorsitz für 18 Jahre, gefolgt von Herbert Johanni, der gleichzeitig Gemeinderat, Kreistagsmitglied und Betriebsrat bei der Fichtel & Sachs AG war. Seit 1985 engagierten sich Dieter Wächter, Manfred Gehring und Detlef Brembs jahrzehntelang in den Vorstandsämtern. Von 1997 bis 2017 war Hilmar Kirch Vorsitzender.
Große Projekte des Vereins waren unter anderem die Errichtung des Gewerbe- und Industriegebiets in Röthlein, der Ausbau des Fahrradwegs in Heidenfeld, die Baumpflanzungen in allen Ortsteilen, die Bootsanlegestelle in Hirschfeld sowie die Sanierung des ehemaligen Schulhauses in Hirschfeld. Auch die Einführung der Offenen Ganztagesschule hat das Engagement des Vereins realisiert.
Gratulationen und Zukunftsvisionen
Landrat Florian Töpper gratulierte herzlich und betonte die Bedeutung bürgernaher Kommunalpolitik. Martina Braum, die auch als Bürgermeisterkandidatin auftritt, setzte in ihrer Rede auf eine Politik der Nähe: „Zuhören – Verstehen – Umsetzen“. Wichtige Schwerpunkte sind seniorengerechtes Wohnen, die Stärkung des Ehrenamts und die Nachnutzung gemeindlicher Gebäude wie Rehberger oder Forsthaus. „Entscheidend ist, ob ein Vorhaben von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird. Denn auch Fördergelder sind Steuergelder“, erklärte Braum.
Die Feier wurde musikalisch von der Heidenfelder Blaskapelle begleitet, unterstützt von Bürgermeister Stefan Rottmann aus Schonungen.
Bürgerdialog und Ehrungen
Nach dem offiziellen Programm bot der Abend Raum für Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern. Martina Braum bedankte sich insbesondere beim Ehepaar Wegner für die Bewirtung im Pfarrheim Röthlein und überreichte einen selbstgebackenen Christstollen.
Nicht nur der Ortsverein feierte Geburtstag: Auch das langjährige Mitglied Brigitte Schaupp feierte ihren 75. Geburtstag, zu dem Braum ihr herzlich gratulierte.

