2.500 Unterschriften gegen Aus bei Senertec in Schweinfurt

Foto: Betriebsrat Senertec

Senertec: Beschäftigte fordern Erhalt der Arbeitsplätze.

Schweinfurt/Rastede. Ein deutliches Zeichen gegen die geplante Produktionsschließung bei der Senertec GmbH in Schweinfurt: Rund 2.500 Menschen aus Schweinfurt und der Region haben mit ihrer Unterschrift den Erhalt der Arbeitsplätze gefordert. Die Listen wurden Anfang April von Beschäftigten des Unternehmens gemeinsam mit der IG Metall Schweinfurt an die Unternehmensführung übergeben, so eine Pressemitteilung der IG Metall Schweinfurt.

Die Übergabe fand zum Auftakt der Verhandlungen in Rastede (Niedersachsen) statt. Für die Arbeitnehmerseite ist die Botschaft eindeutig: Die geplante Einstellung der Produktion in Schweinfurt stößt auf massiven Widerstand – nicht nur innerhalb des Betriebs, sondern auch in der Region.

Senertec-Beschäftigte aus Schweinfurt setzen Zeichen gegen Produktionsschließung

„Die Belegschaft und viele Menschen in der Region sind nicht bereit, die Abwicklung der Produktion bei Senertec in Schweinfurt schweigend hinzunehmen“, erklären die Betriebsräte Christian Zimmer, Christos Piknias und Nicolas Friedel, die die Unterschriften an die Unternehmensleitung übergaben.

Bereits im Januar hatten mehr als 100 Beschäftigte gemeinsam mit der IG Metall öffentlich gegen die Schließungspläne protestiert. Nach Angaben der Arbeitnehmervertretung hält der Konzern weiterhin an seinen Plänen fest, die Fertigung der bekannten Blockheizkraftwerke der Marke „Dachs“ in Schweinfurt einzustellen.

76 Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze in Schweinfurt betroffen

Von einer Schließung der Produktion wären nach aktuellem Stand 76 qualifizierte industrielle Arbeitsplätze betroffen. Auch Ausbildungsplätze stehen auf dem Spiel.

Für die Beschäftigten geht es dabei nicht nur um einzelne Stellen, sondern um industrielle Kompetenz in einer für die Energiewende wichtigen Branche. Betriebsratsvorsitzender Christian Zimmer betont:

„Das wäre ein falsches Signal für die Energiewende – und ein Verlust von Kompetenz, die nicht nur Deutschland jetzt dringend braucht, um zuverlässig Wärme und Strom bereitzustellen.“

IG Metall Schweinfurt fordert Alternativen zur Schließung

Auch die IG Metall Schweinfurt fordert vom Unternehmen ein Umdenken. Gewerkschaftssekretär Matthias Gebhardt sieht in der großen Zahl der Unterstützer ein klares Zeichen:

„Die 2.500 Unterschriften zeigen eindrucksvoll, wie groß die Unterstützung für die Beschäftigten ist – in Schweinfurt und Umgebung.“

Aus Sicht der Gewerkschaft müsse sich die Unternehmensführung nun ernsthaft mit Alternativen zur Produktionsschließung befassen.

„Wir erwarten vom Unternehmen, dass es sich ernsthaft mit Alternativen zur Schließung der Produktion auseinandersetzt. Diese Arbeitsplätze sind nicht nur wertvoll – sie sind notwendig für eine verantwortungsvolle Industrie- und Energiepolitik.“

Forderung nach Zukunftskonzept für Senertec-Standort Schweinfurt

Betriebsrat und IG Metall verlangen ein tragfähiges Zukunftskonzept für den Standort Schweinfurt. Dazu gehören aus ihrer Sicht:

  • Investitionen in moderne Produktlinien
  • Sicherung der industriellen Arbeitsplätze
  • Perspektiven für Auszubildende
  • ernsthafte Verhandlungen über Alternativen zur Schließung

Die Beschäftigten wollen damit deutlich machen, dass die Zukunft des Standorts Senertec Schweinfurt noch nicht abgeschrieben ist.

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