Rettungsdienstexperte Alexander Nöth der Johanniter aus Unterfranken klärt auf
Die 112 ist nicht nur in Deutschland die Notrufnummer für den Rettungsdienst. Der Notruf kann europaweit in 43 Ländern rund um die Uhr vom Festnetz und vom Handy aus abgesetzt werden. Anlässlich des europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar er-läutert Alexander Nöth, Rettungsdienstexperte der Johanniter in Unterfranken: „Die 112 ist bei Unfällen und akuten lebensbe-drohlichen Notfällen zu wählen, z. B. bei Bewusstlosigkeit, aller-gischen Schockreaktionen oder Anzeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls. Auch wenn es brennt oder die Situation unklar, aber lebensbedrohlich ist, ist 112 die richtige Notrufnummer.“
Die 112 ist das erste Glied der Rettungskette
Besonders bei einer schweren Verletzung oder einem Herzstill-stand kommt es darauf an, frühzeitig den Rettungsdienst zu ru-fen. Um eine schnelle notfallmedizinische Versorgung zu gewähr-leisten, ist zudem eine rasche Versorgung erforderlich. „Die wich-tigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen sollte jeder kennen und anwen-den können, um die Zeit bis zum Eintreffen der professionellen Hilfe des Rettungsdienstes zu überbrücken“, so Nöth weiter.
Erste Hilfe richtig anwenden
Nachdem der Notruf gerufen wurde, ist der Einsatz von Erste- Hilfe-Maßnahmen überlebenswichtig. Durch Erste-Hilfe-Training kann im Ernstfall die Hemmschwelle gesenkt werden und Überle-benschancen gesteigert werden. So zählt bei einem Herzstill-stand jede Sekunde. Die Überlebenschance sinkt pro Minute ohne Reanimation um etwa 10 Prozent. Jedes Jahr fallen dem plötzlichen Herztod in Deutschland ca. 65.000 Menschen zum Opfer.
Die wichtigsten Handgriffe der Ersten Hilfe lernt man am besten in einem Erste-Hilfe-Kurs. Damit diese im Notfall ohne langes Nachdenken abgerufen werden können, raten die Johanniter, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen – am besten alle zwei Jahre.

